Leipzig: Piratenpartei fordert CO2-Steuer für Hunde

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"Klimakiller" Hund? Wegen ihres CO2-Verbrauchs will die Piratenpartei nun die Hundesteuer erhöhen. / Collage: pexels, imgbin.

Ein Antrag der Piratenpartei in Leipzig sorgt nun für Aufsehen: Die junge Partei fordert eine Erhöhung der Hundesteuer. Der Grund: Klimaschutz – denn laut einer Studie sollen unsere geliebten Vierbeiner mehr CO2 produzieren als gedacht.

Laut RTL sollen Mitglieder der politischen Piratenpartei einen Antrag an den Oberbürgermeister von Leipzig gestellt haben: Dieser müsse ein Konzept erarbeiten, nachdem auch vierbeinige Bürger in den Klimaschutz miteinbezogen werden. Denn laut einer Studie der Technischen Universität Berlin produziert ein etwa 15 Kilogramm schwerer Hund in einer durchschnittlichen Lebensspanne von 13 Jahren ganze 8,2 Tonnen CO2. „Diese 8,2 Tonnen CO2 entsprechen 13 Hin- und Rückflügen von Berlin nach Barcelona oder fast der Menge, die bei der Produktion eines Luxusautos der Mittelklasse, wie zum Beispiel eines Mercedes C250, emittiert wird“, sagt Prof. Dr. Matthias Finkbeiner. Zusätzlich scheidet der Durschnittshund in 13 Lebensjahren etwa eine Tonne Kot und 2000 Liter Urin aus. „Dieses Ausmaß hat uns überrascht.“

Höhere Hundesteuer?

Auf diese Forschungsergebnisse reagierte nun die Piratenpartei Leipzig und forderte eine dementsprechende Anpassung der Hundesteuer zugunsten der Klimaziele der Stadt. „In Leipzig waren Anfang 2019 mehr als 21.611 Hunde registriert, die zusammen 13.614,93 Tonnen CO2 ausstießen“, soll es in dem Antrag heißen. Um die rigorosen Klimaziele von Leipzig einhalten zu können, müssen vielleicht bald auch unsere Hunde ihren Beitrag leisten – bzw. ihre BesitzerInnen. Momentan beträgt die Hundesteuer 96 Euro pro Jahr für den ersten Hund und 192 für jeden weiteren Hund. Sollte der Forderung der Freibeuter nachgekommen werden, könnte dieser Betrag empfindlich ansteigen. Nun fürchte man allerdings, dass eine (zu) hohe Hundesteuer das Gegenteil bewirken könnte – nämlich dass nicht mehr Steuergelder in die Stadtkassen fließen, sondern dass die BürgerInnen ihre Hunde abschaffen oder nicht registrieren. Damit könnten die Steuereinnahmen sogar sinken. Der Antrag wird nun in den Gremien des Stadtrats geprüft.

Nachhaltigkeit und Klimaschutz lässt sich auch in der Hundehaltung gut umsetzen: Erfahren Sie in diesem Artikel, wie sie den CO2-Ausstoß ihrer geliebten Fellnasen leicht und klimafreundliche reduzieren können!