Gesundes Trockenfutter für den Hund dank Fleischsaftgarung

Kleiner Münsterländer mit der Fellfarbe braun.
Glänzendes Fell und klare Augen zeichnen einen gesunden Hund aus: Gesundes Essen - gesunder Hund! Symbolfoto: pixabay

Die Ernährung der vierbeinigen Lieblinge steht für die meisten Hundebesitzer an erster Stelle. Hundefutter gibt es in verschiedenen Preisklassen und Konsistenzen. Von der Rohfleischfütterung über Dosenfutter bis hin zur Trockennahrung.

Junger Hund blickt gespannt in die Kamera, Trockenfutter Fleischsaftgarung
Was gibt’s wohl heute zu essen? Symbolfoto: pexels

Wie erkennt man gute Trockennahrung?

Hundehalter haben hier die Qual der Wahl. Nicht zu vergessen sind auch Herstellungsverfahren wie zum Beispiel die Fleischsaftgarung oder das Extrusionsverfahren. Von Spottbillig bis zur Luxusklasse ist Hundefutter in verschiedenen Preisklassen erhältlich. Aber – ist teures Hundefutter auch immer das Beste? Oder gibt es andere Kriterien, an denen hochwertiges Hundefutter zu erkennen ist? In diesem Artikel wollen wir kurz, aber prägnant über eine gesunde Ernährung des Hundes aufklären.

Rohfleisch, Nassfutter oder Trockenfutter

Egal was der Vierbeiner bekommt, auf die Inhaltsstoffe kommt es an, nicht auf die Konsistenz des Hundefutters. Um den Ernährungsanforderungen des Hundes nachzukommen, ist es nicht wichtig, in welcher Form der Hund sein Futter zu sich nimmt. Wie bei uns Menschen kommt es auf die Vorlieben des Hundes an. Manche Fellnasen mögen besonders gerne Rohfleisch, während andere Vierbeiner die Nase rümpfen, wenn zum Beispiel rohes Rindfleisch als Futter im Napf landet. Gute Inhaltsstoffe erkennt man an der Deklaration auf der Verpackung, denn auch Hundefutter unterliegt in der EU bestimmten Deklarationsbestimmungen.
Besonders praktisch ist die Fütterung von Trockenfutter. Dieses lässt sich individuell portionieren und ist lange haltbar. Für Reisen kann die benötigte Menge ganz einfach abgefüllt und in das hündische Reisegepäck gegeben werden. Ganz besonders bei Trockenfutter sollte aber auf die Inhaltsstoffe und die Futterherstellung geachtet werden, um den Hund gesund und artgerecht zu ernähren.

Die Inhaltsstoffe

Was brauchen Hunde? Der erste Gedanke ist hier: Fleisch und noch mehr Fleisch. Und das stimmt so, denn die Verdauung der Hunde ist auf Fleisch ausgelegt und es enthält für den Vierbeiner wertvolle Nährstoffe.

Das sind zum Beispiel:

  • Fettsäuren wie Omega 3 oder Omega 6, die zur stark Hundegesundheit beitragen
  • Fette, die als Energielieferanten dienen
  • Proteine, die als Bausteine die Muskeln und rote Blutkörperchen versorgen
  • Vitamine, lebenswichtige Stoffe, die der Hund nur über die Nahrung aufnehmen kann
  • Mineralstoffe und Spurenelemente, die in Körperorganen und Geweben der Hunde benötigt werden

Nichts im Hundefutter zu suchen hingegen haben Schlachtabfälle oder Tiermehle. Schlachtabfälle sind minderwertig und liefern dem Vierbeiner keinen Mehrwert. Tiermehlen sind Nährstoffe und vor allem wertvolle Fette entzogen worden, sodass es nur noch als Füllmittel, aber nicht für ein hochwertiges Hundefutter taugt. Getreide und pflanzliche Nebenerzeugnisse sollten ebenfalls nicht in hochwertigen Futtersorten enthalten sein. Hunde können pflanzliche Kohlehydrate schwer verdauen. Dennoch gehören manche Obst- und Gemüsesorten in gegarter Form zu einer gesunden Ernährung der Carnivore.

Fleischsaftgarung als schonendes Herstellungsverfahren für Trockennahrung

Trockennahrung für Hunde kann auf unterschiedliche Art und Weise hergestellt werden. Die bekanntesten Herstellungsverfahren sind das Extrusionsverfahren und die Herstellung durch die Fleischsaftgarung.

Bezogen auf den Nährwert von Trockennahrung bietet das Herstellungsverfahren der Fleischsaftgarung die beste Möglichkeit, die Inhaltsstoffe im Hundefutter zu bewahren. Anders als beim Extrusionsverfahren kann bei der Fleischsaftgarung sehr viel frisches Fleisch verwendet werden.

Frischfleisch ist für das Extrusionsverfahren ungeeignet, sodass hierbei auf Tiermehle oder auf Schlachtabfälle sowie Getreide zurückgegriffen werden muss. Diese werden im Extrusionsverfahren bei sehr hohen Temperaturen zu einer Masse verarbeitet, die nach der Formung heiß getrocknet werden muss. In diesem Verfahren hergestelltes Trockenfutter enthält nach der Verarbeitung weder Nährstoffe noch Geschmack. Damit die Futterakzeptanz bei Hunden erhöht wird, wird Geschmack in Form von Aromen oder Fetten auf die fertigen Futterkroketten gesprüht. Wichtige Nährstoffe fehlen.

Schonend, in Fleischsaft gegartes Frischfleisch enthält sämtliche Nährstoffe, die der Hund benötigt und hat durch intensiven Geschmack eine hohe Akzeptanz bei Hunden, die mit Trockennahrung gefüttert werden. Bei der Fleischsaftgarungsmethode wird wie bei einem Sonntagsbraten für den Menschen, Frischfleisch bei niedriger Temperatur nur im eigenen, nährstoffreichen Fleischsaft gegart. Der Fleischsaft wird durch die Kochtechnik des Reduzierens konzentriert und Nährstoffe, sowie ein intensiver Geschmack bleiben enthalten und müssen nicht künstlich zugeführt werden. Durch das Verfahren entstehen kaubar-weiche und leckere Kroketten.

Fazit

Wenn ein Hund am liebsten Trockennahrung zu sich nimmt, muss diese nicht zwingend minderwertig sein. Durch die Auswahl einer nährstoffreichen Trockennahrung aus der Fleischsaftgarung bekommt die Fellnase eine gesunde, ausgewogene und schmackhafte Ernährung. Wichtig ist, dass bei der Herstellung keine wertvollen Nährstoffe verloren gehen und keine minderwertigen Zutaten verwendet werden.