Treiben wir unsere Hunde ins Burn-out?

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Auch Hunde leiden zeitweise unter hohen Erwartungen und Leistungsdruck. / Foto: Pexels

Von gestressten Menschen, ausgebrannten Hunden, unfairen Methoden und Wegen aus der Krise handelt das Buch einer Tierärztin, die überzeugt ist: „Wir treiben Hunde ins Burn-out!“

Ausgebrannt sein und emotionale Erschöpfung bis hin zu Depressionen – das Burn-out-Syndrom ist eine zunehmend auftretende Volkskrankheit. Tierärztin Angelika Hischenhuber ist sicher: Auch immer mehr Vierbeiner leiden an Burn-out, und wir Menschen sind schuld daran.

Stress und Erwartungen

Nachdem die Veterinärin 2013 aufgrund eines Burn-outs ihre Tierarztpraxis schloss, entdeckte sie die Parallelen zwischen ihrem eigenen Zustand und dem ihres Hundes, den sie im Jahr zuvor aus einem Zwinger im Ausland gerettet hatte. „Wir waren beide ziemlich fertig und nicht mehr belastbar“, erinnert sich Angelika Hischenhuber. Ihre Theorie: Durch falsches Verhalten treibt der Mensch den Hund in einen Zustand emotionaler Erschöpfung und verminderter Leistungsfähigkeit.

„Unsere Vierbeiner sind durch ihre Umwelt und unsere falschen Erwartungen an sie so gestresst, dass daraus Verhaltensstörungen entstehen können. Dann konsultieren wir Trainer, die uns auf fragwürdige Hilfsmittel verweisen – und treiben damit den Hund noch schneller in die Überforderung und damit ins Burn-out“, so Hischenhuber überzeugt. Magen-Darm-Erkrankungen, Allergien oder Hautprobleme seien nur drei der möglichen Symptome beim Hund.