Mehr Platz für Hunde: Initiative kämpft für Hundewiesen

Die Initiative „Mehr Platz für Hunde“ hat in der Vergangenheit bereits viel erreicht und in ganz Österreich Hundewiesen Realität werden lassen.

Auch im nächsten Monat werden wieder neue Flächen dazu kommen. Wir haben Frau Sonja Klingelhöffer von der Initiative über Erfolge, Pläne und Visionen befragt:

Frau Klingelhöffer, wann und wo werden die nächsten Hundewiesen der Initiative eröffnet bzw. welche sind in Planung?

Die nächste fixierte Eröffnung ist anlässlich des Tag des Hundes in Fürstenfeld am 3. Juni 2012 und auch Gratwein folgt in Kürze. Seitens der Gemeinde beschlossene Hundefreilaufflächen in Kooperation mit Mehr Platz für Hunde sind und über den Sommer bzw. Herbst zur Realisation anstehend: Leobersdorf, Weisskirchen, Deutschkreutz, Traun. Gespräche gibt es mit: St. Veit/Glan, Wels, Bregenz, Telfs und Seiersberg.

Wie hat sich die ganze Initiative seit Anbeginn entwickelt?

Derzeit gibt es 1315 vorgeschlagene Hundezonen, dabei nicht mitgezählt sind engagierte Aufrufe in Form von Unterschriftenlisten, da einige Anrainer nicht so Internet-affin sind.
Besonders stolz sind wir auf unsere über 31.000 Facebook-Fans, die wir laufend mit Informationen rund um Hundethemen im Alltag oder unsere Projekte versorgen.
Seit unserem Start im Mai 2010 wurden unter unserer Beteiligung 23 Hundezonen realisiert. Durch intensive Beobachtungen betreffend Hundezonen, Maulkorbzwang, Leinenpflicht entstand der Grundgedanke für die Initiative „Mehr Platz für Hunde“, ebenso waren wir auf der Suche nach einem Projekt, das Österreich-weit anwendbar ist. So kam es zum Kontakt mit Tierschutzexperten und auch Prof. Kotrschal, bei denen unsere Idee sehr positiv aufgenommen wurde.

Wenn ich als Privatperson/-gruppe gerne eine Hundewiese in meiner Nähe hätte, an wen kann ich mich wenden?

Frei nach dem Motto: „Gemeinsam sind wir stark“ sind wir gerne und auch sehr oft erste Anlaufstelle für engagierte Anrainer oder Vereine, die sich dem Thema annehmen. In den jeweiligen Gemeinden besteht oftmals die Möglichkeit Sprechstunden zu besuchen oder sich an Bürgerservice oder Amtsleitung zu wenden. Unterstützend nehmen wir auch Kontakt mit den Gemeinden auf und stellen unser Leistungsangebot vor.

Welche Voraussetzungen für die Errichtung von Hundewiesen gibt es?

Zur Schaffung einer entsprechenden Hundefreilauffläche braucht man zunächst die entsprechende Grundfläche, diese muss eingezäunt werden. Zur Basisausstattung gehören Gassimaten und entsprechende Entsorgungsbehälter, Sollten es die Gegebenheiten erlauben, sollte ein Wasseranschluss inkl. Hundetränke vorhanden sein. „Mehr Platz für Hunde“ stattet auch jede Freilauffläche mit entsprechenden Verhaltenssregelschildern aus. Bäume und Sträucher spenden den Vierbeinern Schatten. Manche Gemeinden bieten für die Hunde auch Spielmöglichkeiten an. Meist gibt es für die Hundehalter auch Sitzgelegenheiten und bei Schlechtwetter empfiehlt sich auch eine Unterstandsmöglichkeit, Parkmöglichkeit wird auch oft angeboten bzw. bedacht.

Wer entscheidet letztlich darüber ob eine Hundewiese kommt oder nicht?

Die Kompetenzverteilung in Sachen Hunde ist sehr Gemeinde-spezifisch.
Oft werden zu Beginn Arbeitsgruppen gebildet, die sich ausgiebig mit dem Thema befassen und auch unseren kostenlosen Rat suchen bzw. Beratung benötigen. Das ist auch ein großer Teil unserer täglichen Arbeit. Anschließend wird das Thema „neue Hundezone“ in einem Ausschuss, beispielsweise Umwelt, Stadtplanung oder Verkehr, und im besten Fall verabschiedet und kann weiter zum Gemeinderatsbeschluss wandern. Dann steht der Errichtung nichts mehr im Wege.

Was kostet die Errichtung einer solchen Fläche und woher kommt die Finanzierung?

Das ist sehr unterschiedlich und immer von den lokalen Gegebenheiten abhängig: Bodenbeschaffenheit, Wasseranschluss, Parkgelegenheiten, etwaige notwendige Bepflanzung etc. Einige Projekte wurden über engagierte Anrainerinitiativen, die sich die Fläche Unterstützer und Partner suchten. „Mehr Platz für Hunde“ unterstützt die Projekte bei der Schaffung der Infrastruktur in Form von Sachspenden und auch finanziell, die  jeweiligen Gemeinden tragen auch einen Teil der entstehenden Kosten. Mit unserem Unterstützer Pedigree haben wir einen großartigen Partner an unserer Seite, der uns ermöglicht dieses Projekt in ganz Österreich voranzutreiben.

Gibt es laufende Kosten zur Betreuung der Wiesen und wer übernimmt diese?

Laufende Kosten betreffen meist Mäharbeiten, Entsorgung, Kontrolle und Befüllung derGassimaten oder kleinere Wartungs- bzw. Verbesserungsarbeiten und im Regelfall werden diese über den regulären Gemeindebetrieb integriert. Wird die Hundefreilauffläche aber über Anrainer betrieben, kümmern sich diese genau um diese Arbeiten.

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