Wenn der Hundesnack zur Gefahr wird

Vor diesen Hühnerfleisch-Snacks ist Vorsicht geboten. Foto: Screenshot
Vor diesen Hühnerfleisch-Snacks ist Vorsicht geboten. Foto: Screenshot "ORF"
Hühner China, Hühnerfleisch-Snacks für den Hund, Leckerlis
Vor diesen Hühnerfleisch-Snacks ist Vorsicht geboten. Foto: Screenshot "ORF"

Leckerli ist nicht gleich Leckerli – vor allem nicht, wenn es sich um getrocknetes Hühnerfleisch aus China handelt. Eine schwere Nierenerkrankung habe es schon bei tausenden Hunden weltweit ausgelöst. Jetzt wurde auch in Österreich ein Fall bekannt.

Gegen den gesunden Hundesnack zwischendurch ist an sich nichts einzuwenden. Die Betonung liegt hier allerdings auf „gesund“ – und nicht weniger auf „zwischendurch“. In dem Fall eines Chihuahuas traf leider beides nicht zu.

Er wurde in die Tierklinik Wien-Strebersdorf gebracht, weil er vermehrt getrunken hatte. Im Labor fand man heraus, dass der Vierbeiner an Nierenproblemen leidet. Man konnte das sogenannte Fanconi-Syndrom nachweisen, das aller Wahrscheinlichkeit nach durch Hühnerfleisch-Snacks aus China ausgelöst wurde, wie der „ORF“ in der Sendung „NÖ Heute“ berichtete.

4.800 derartige Fälle gab es vor einem Jahr in den USA, 1.000 davon endeten tödlich. Der Chihuahua-Hündin konnte zum Glück rechtzeitig geholfen werden.

Besser aus dem Fachhandel

Die sogenannten Chicken Jerkys waren aus dem Diskontmarkt. Zudem wurden sie der Hündin fast als Alleinfuttermittel gefüttert, was bei einem nur drei Kilo schweren Chihuahua zum Problem werden kann. In kleinen Mengen müssten die Snacks nicht zwingend schädlich sein, heißt es aus der Tierklinik.

Auf jeden Fall solle man Hundesnacks im Fach- oder Lebensmittelhandel kaufen, im Zweifelsfall auch nach der Herkunft fragen, raten Tierärzte. Welche die schädlichen Inhaltsstoffe in den Hühnerfleisch-Snacks sind, sei nicht genau bekannt. In der Tierklinik Wien-Strebersdorf vermutet man Schädlingsbekämpfungsmittel oder auch Medikamente, vielleicht auch ein Zusammenspiel mehrerer Faktoren.