Montag, September 26, 2022
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Illegale Welpenhändler in Wien Donaustadt aufgeflogen

Sie hatten zwei Malteser-Welpen auf offener Straße angeboten – und liefen den Tierschützern direkt in die Arme. Nachdem sie sich durch Online-Inserate verdächtig gemacht hatten, konnten Welpenhändler gestern in Wien Donaustadt überführt werden.

In Inseraten hatten sie ihre Welpen als „Mini-Malteser“ beworben – eine Rasse, die es genauso wenig gibt wie etwa den „Micro-Chihuahua“ oder „Teacup-Chihuahua“. Es sind Bezeichnungen mit der Absicht, der so starken Nachfrage nach sehr kleinen Hunden entgegen zu kommen. Gerade dadurch hatten sich die Welpenhändler aber auch verdächtig gemacht.

Zwei Mitarbeiterinnen der Tierschutzorganisation VIER PFOTEN gaben sich als Interessenten aus und konnten gestern in Wien Donaustadt Händler überführen, die ihnen auf offener Straße zwei Malteser-Babys aus der Slowakei verkaufen wollten. „Die beiden Welpen machten einen verschreckten und leicht lethargischen Eindruck, schienen aber auf den ersten Blick zumindest nicht schwer krank“, so Veronika Weissenböck von VIER PFOTEN, die bei der Aktion dabei war. Die beiden Welpen wurden bei der „Übergabe“ konfisziert und in das neue TierQuarTier Wien gebracht. Die Händler hatten für die Welpen jeweils einen slowakischen Impfpass und einen EU-Heimtierausweis dabei. Ob es sich dabei um Fälschungen handelt, wird noch überprüft.

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Foto: Vier Pfoten

Online-Plattformen als Umschlagplätze

Online-Plattformen wie bazos.at seien hervorragende Umschlageplätze für den illegalen Welpenhandel, da es hier aufgrund der mangelnden Kontrollen einfacher ist, unseriöse Inserate zu platzieren, heißt es in einer Aussendung der Tierschutzorganisation. Hier waren die Welpen auf den Fotos auch extrem verniedlicht dargestellt, mit bunten Maschen auf dem Kopf. „Kein seriöser Züchter würde seine Tiere so zur Schau stellen. Hier sollten beim Interessenten alle Alarmglocken schrillen“, so Weissenböck. „Wer sich auf Schnäppchen im Internet einlässt, um etwa einen Rassewelpen zu kaufen, der geht ein enormes Risiko ein und nimmt Tierleid von unter katastrophalen Umständen produzierten und häufig kranken Welpen in Kauf“.

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