Welpe ist eigentlich fast ausgestorbener Dingo

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Der kleine Welpe ist in Wahrheit ein reinrassiger Dingo. / Foto: Screenshot Instagram @wandi_dingo

Wandiligong, Australien: Im August letzten Jahres fand eine Familie einen „weinenden“ Welpen in ihrem Hinterhof und nahm sich diesem natürlich sofort an. Die Überraschung kam ein kleines bisschen später: Der Welpe ist eigentlich ein Dingo! Genauer gesagt ein reinrassiger Alpino-Dingo – und die sind beinahe ausgestorben!

Laut Welt.de fand eine australische Familie in einem Hinterhof einen (ihrer Meinung nach) streunenden Welpen und entschied, ihn mit nach Hause zu nehmen. Die Unsicherheit, ob es sich aber überhaupt um einen Welpen handle, stieg und so kontaktierten sie eine Tierärztin vor Ort, die auf Anraten der Australian Dingo Foundation gleich einen DNA-Test machte und siehe da: bei Welpe Wandi (nach seinem Fundort) handelt es sich um einen Dingo! Aber nicht nur irgendeinen, sondern einen Alpino-Welpen.

Vom Aussterben bedrohte Art

Doch damit noch nicht genug: Die genetische Analyse zeigte, dass der kleine Dingo nicht nur zu einer vom Aussterben bedrohten Art gehört, sondern auch noch reinrassig ist! Was sehr selten vorkommt, da die heimischen Dingos mittlerweile meistens Hybriden aus Hund und Dingo sind und das großteils zu mindestens 50%. Wandi ist also in zweifacher Hinsicht etwas ganz besonderes. Einen reinrassigen Vertreter vorzufinden ist so eine Seltenheit, dass die Australian Dingo Foundation eine ganz besondere Freude mit Wandi hat.

Auch wenn Australien die Heimat der Dingos ist, wird ihre Anzahl immer weiter dezimiert. Schuld daran ist nicht nur die Zerstörung ihres Lebensraums, sondern auch die Jagd auf die flauschigen Vierbeiner.

Neues Zuhause unter Artgenossen

Der Kleine hatte auf seinem Rücken Kratzer, weshalb vermutet wird, dass ein Raubvogel ihn gepackt und von seiner Familie verschleppt hat. Wa seltsam klingt, ist keine Seltenheit in Australien. Wandi durfte bei der Dingo Foundation einziehen und lebt nun mit vielen weiteren Artgenossen auf einem großen Anwesen. Seine Hauptaufgabe: Erhaltung und Konservierung der Gene – er hätte es also eindeutig schlechter erwischen können! Er liebt die Menschen, die sich um ihn kümmern, bleibt tief in seiner Seele aber trotzdem wild!