Von Brathähnchen und Finderlohn – Suche nach Oskar

Ein Jack Russell-Terrier sieht in die Kamera.
Jack Russell-Terrier wie Oskar haben ein feines Näschen und sind sehr intelligent. / Symbolfoto: pixabay.

Bereits im September wurde der Jack Russell-Terrier Oskar vor einer Drogerie gestohlen und dann wieder freigelassen. Seitdem bleibt er verschwunden. Seine Familie versucht alles, um ihren Liebling wiederzufinden: Brathähnchenduft, ein großzügiger Finderlohn und sogar Spürhunde.

Der neunte September war ein schicksalshafter Tag für die vierköpfige Familie Brandts. Die Mutter hatte den Jack Russell-Terrier Oskar vor einer Drogerie im Berliner Stadtteil Pankow angebunden und war für vier Minuten in den Laden verschwunden. Doch diese Zeit reichte für einen 12-jährigen Hundedieb, um Oskar loszumachen und zu entführen. Er war bereits bekannt dafür, unbeaufsichtigte Hunde zu stehlen und anderorts wieder freizulassen – und hörte laut dem Mindener Tagesblatt selbst nach Oskar nicht damit auf. Auch Oskar ließ er auf dem Kreuzberg frei laufen – und seitdem ist der kleine Rüde verschwunden. Seit zwei Monaten tut die Familie Brandts alles, um ihre Fellnase wieder nach Hause zu locken. Sie legen duftende Spuren in der Nähe ihres Hauses aus, u.a. mit Kleidungsstücken der Familie und Brathähnchen, Oskars Lieblingsessen. 8000 Flyer in der ganzen Stadt und Anzeigen auf sozialen Medien bitten um Hinweise über den vermissten Hund. Auch ein großzügiger Finderlohn von 5000 Euro bezeugt, wie sehr die Familie ihren Oskar vermisst. Besonders die vierjährige Tochter Leni frage jeden Tag nach dem verbleib ihres geliebten Spielgefährten. Oskar lebt seit sieben Jahren bei den Brandts.

Alle Möglichkeiten genutzt

Auf Instagram sorgt ein eigener Channel namens @findetoskar für regelmäßige Updates. Mittlerweile hat die Familie auch Hilfe von der Tiersuchorganisation „Saving Soul Pfotensicherung“ bekommen, die mittels freiwilliger Helfer und Spürhunden Oskars Fährte aufgenommen haben. Mit Erfolg – erst Anfang November berichtete eine Zeugin über einen sehr ähnlichen Hund in der Berliner Pappelallee. Die Spürhunde konnten tatsächlich Oskars Fährte aufnehmen, verloren sie jedoch wieder. Dennoch bleibt Grund zur Hoffnung. „Ein sehr erfahrener Spürhund hat es bei einem Einsatz zwei Tage später bestätigt, die Fährte von Oskar aufgenommen und zwei Standorte lokalisiert, an denen er sich länger aufgehalten haben muss. Bis jetzt haben wir ihn dort noch nicht wieder gesehen, beobachten aber diese Stellen“, so Felix Brandts.

Hunderte Helfer

Bewegt ist die Familie von der Unterstützung hunderter Helferinnen und Helfer, die in ganz Berlin die Augen offen halten, mögliche Sichtungen melden und dabei helfen, Oskars Wege nachzuzeichnen. „Es ist ein Wahnsinn, wie viel Aufmerksamkeit wir von Anfang an bekommen haben. Hunderte Helfer sind auf der Suche nach Oskar und machen sogar Nachtschichten, wenn es eine Sichtung gab. Immer wieder gibt es neue Hinweise, dass Oskar gesehen wurde.“, sagt Friederike Brandts. Saving Souls ist guter Dinge, dass der Hund vielleicht sogar aus eigenen Kräften wieder nach Hause finden kann, wenn weiterhin hilfreiche Duftspuren für ihn gelegt werden. Denn Jack Russell-Terrier sind intelligente Hunde mit einem feinen Näschen. „Ich hoffe sehr, dass wir Oskar wiederfinden. Dann ist die Familie wieder im Lot“, ist auch Brandts optimistisch.