Montag, September 26, 2022
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Unter 7 Kilogramm Fell begraben – Rettung für Hund Pat

Die Mitarbeiter der Tierklinik staunten nicht schlecht, als ihnen Tierfänger ein vollkommen verfilztes Fellbündel überbrachten. Wo war der Kopf, wo die Pfoten? Erst, nachdem man Pat von sieben (!) Kilogramm Fell befreite, kam der aufgeweckte Senior dankbar zum Vorschein. Er genießt nun seinen wohlverdienten Lebensabend.

Laut dem Dodo war der Anblick ein absoluter Schock für Betty Burns und ihre Kollegen von der Tierklinik Clinton, USA. Tierfänger hatten die Tierklinik kontaktiert und gemeldet, dass sie etwas in einem Garten in South Carolina gefunden hatten, was sie für einen Hund hielten. Worum es sich bei dem Ball aus verfilztem Haar und Dreck wirklich handelte, war schwer zu sagen. Genauso schwierig war es, herauszufinden, wo überhaupt der Kopf oder die Pfoten waren. „Wenn wir ihn nicht hecheln gehört hätten, hätten wir gar nicht gewusst, an welchem Ende sein Kopf war“, erzählt Burns, noch immer fassungslos. „Man konnte seine Augen nicht sehen, man konnte seine Schnauze nicht sehen, man konnte sein Maul nicht sehen. Wie er so gelebt hat, ist mir schleierhaft.“

Gesundheitsrisiko

Verfilzungen im Fell sind nicht nur ein kosmetisches Problem, sondern gefährden auch die Gesundheit des Hundes. Weil sich das Fell zu einem festen Ball verhärtet, werden meist ganze Haarbüschel durch den Zug ausgerissen. Dadurch entstehen Hautirritationen und Kahlstellen. Im Extremfall von Pat, wie man den Haarball taufte, kamen noch andere Risiken hinzu. Es stand fest, dass man schnell helfen musste! Deswegen schritt ein Team aus Tierärzten und Hundefrisören mutig zur Tat, um Pat aus seinem Fellgefängnis zu befreien. Weil absehbar war, dass es mehrere Stunden dauern würde, um das verfilzte Fell abzuscheren, versetzte man Pat in Narkose.

7 Kilogramm Fell

Danach ging es seiner Matte mit den Schermaschinen an den Kragen. Stolze sieben Kilogramm Fell konnte das Team abnehmen – und darunter kam ein hübscher, kleiner Cocker Spaniel-Mischling zu Vorschein. Sein Alter wird auf etwa neun Jahre geschätzt, und nach Expertenmeinung hat er mindestens eines davon wahrscheinlich in einer Hundebox verbracht – ohne jegliche Fellpflege. Trotz der Vernachlässigung durch seinen Vorbesitzer ist der Hundesenior ein feundlicher und aufgeweckter Rüde. „Er ist so ein Schatz“, schwärmt Burns. „Er macht sich toll. Er ist der Liebling der Klinik, so viel steht fest.“ Dank der Tierschutzorganisationen „Heart of LCAC“ und „Too Broke Girls Dog Rescue“ lebt Pat heute bei einer Pflegefamilie, wo er seinen wohlverdienten Lebensabend genießen darf.

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