Donnerstag, Oktober 6, 2022
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Unfall in Bad Hersfeld: Nach drei Tagen ist Hund gefunden

Am Donnerstagabend sorgten eine regennasse Fahrbahn und zwei Hunde in Bad Hersfeld für eine Serie von Autounfällen. In deren Zuge wurde einer der Hunde getötet, der zweite ergriff die Flucht. Nach drei Tagen tauchte der entlaufene Hund zum Glück wieder auf – in der Nähe der Unfallstelle. Er kämpft allerdings um sein Leben.

In den Abendstunden des letzten Donnerstags sorgten Regenschauer für schlechte Fahrverhältnisse auf der A4-Autobahn. Diese wurden laut Osthessen News einem 21-jährigen PKW-Lenker aus Frankfurt am Main zum Verhänngis, der mit seinen beiden Hunden im Heckraum unterwegs war. Zwischen Bad Hersfeld und dem Kirchheimer Dreieck geriet das Auto ins Schleudern und prallte gegen die Mittelschutzplanke. Schließlich kam der Unfallwagen auf dem Mittelstreifen der Autobahn zum Erliegen, alle Insassen blieben zum Glück unverletzt. Aus unbekannten Gründen stieg der Fahrzeuglenker aus dem Auto und öffnete die Heckklappe. Daraufhin sprangen die aufgewühlten Hunde aus dem Kofferraum und liefen über die Fahrbahn. Einer der Hunde wurde leider von zwei anderen Auto erfasst und verstarb noch an der Unfallstelle. Ein weiterer PKW versuchte, dem Hundekörper auszuweichen und stieß dabei gegen ein anderes Fahrzeug. Eine Person verletzte sich leicht, der zweite Hund blieb verschwunden.

Nach drei Tagen wieder aufgetaucht

Daraufhin sperrte die Feuerwehr Bad Hersfeld den Autobahnabschnitt zwei Stunden lang für Bergungs- und Aufräumarbeiten. Da weitere Fahrzeuge über Trümmerteile der Unfallserie fuhren, wird der Gesamtschaden momentan auf ca. 80.000 Euro geschätzt. Unermesslich schmerzt den 21-Jährigen jedoch der Verlust seiner beiden Hunde. Drei Tage lang blieb auch das Schicksal des Rhodesian Ridgeback unbekannt, der die Flucht ergriffen hatte. Seine Besitzerin suchte ihn unermüdlich in einem nahen Waldstück – doch ohne Erfolg. Bis Sonntagabend schließlich aufgeregte Meldungen bei der Autobahnpolizei und Feuerwehr Bad Hersfeld eingingen: Laut einem Update von Osthessen News hatten Personen, die in der Nähe der Unfallstelle im Stau standen, einen Hund zwischen den stehenden Autos herumlaufen sehen.

Sofort wurde der Fahrstreifen gesperrt, und tatsächlich konnte man den lebensgefährlich verletzten Hund einfangen. Ob er sich die Verletzungen im Zuge des initialen Unfalls zugezogen hatte oder auf der Flucht noch einmal angefahren wurde, ist unklar. Hüfte und Hinterbeine des Hundes sind betroffen, seine Überlebenschancen unbekannt. Seine Besitzerin befindet sich jedoch wieder an seiner Seite und kämpft mit ihm um sein Leben.

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