Tötungen rumänischer Straßenhunde gehen weiter

Tierschützer kämpfen seit Jahren für bessere Verhältnisse für Rumänische Straßenhunde.
Tierschützer kämpfen seit Jahren meist vergeblich für mehr Rechte für rumänische Streuner.
Tierschützer kämpfen seit Jahren oft vergeblich für eine bessere Situation für rumänische Streunerhunde.

Unvorstellbar – der aktuelle Fall des Tierheimes in der rumänischen Stadt Suceava zeigt einmal mehr, wie wenig ein Hundeleben in Rumänien wert ist. Dort begannen Tierärzte bereits mit der Einschläferung der armen Vierbeiner.

Es ist nur ein Beispiel von leider vielen, das des Tierheimes, Rumänien, das vom Verein „Suceava – Memory of Tina e.V.“ seit Jahren betreut wird. Bisher hatte die Zusammenarbeit mit der Stadt, der das Tierheim gehört, gut funktioniert. Nun haben sich dort jedoch die politischen Verhältnisse geändert, weshalb es mit dem Tierschutz wieder vorbei zu sein scheint, wie wir berichtet hatten.

Letzte Woche wurde ein Tierarzt von der Stadt angestellt, der bereits unsachgemäß Einschläferungen vorgenommen habe, meldet der Verein. Diese konnten nach heftigen Protesten vor Ort zum Glück wieder gestoppt werden. Es scheint jedoch nur eine Frage der Zeit, bis er seine Tätigkeit wieder aufnimmt.

Das Maß ist voll

Tausende Tierschützerinnen und Tierschützer sowie gemeinnützige Vereine kämpfen seit Jahren um das Schicksal der rumänischen Straßenhunde, die für nicht unerhebliche Prämien von Hundefängern gefangen und anschließend brutal getötet werden, wie der Wiener Tierschutzverein WTV in einer Aussendung mitteilt. Zusätzlich wird Tierschützern und Tierheimen vor Ort das Leben schwer gemacht, denn sie sind natürlich schlecht fürs Geschäft. Auch der WTV setzt sich seit Jahren für eine Verbesserung der Situation von Streunerhunden in Rumänien ein. Jetzt ist das Maß allerdings „endgültig voll. Wie können europäische Tierärztinnen und Tierärzte nur freiwillig zu Schlächtern werden?“, sagt die Präsidentin des Wiener Tierschutzvereins Madeleine Petrovic.

Kurz vor dem Boykott

Der WTV fordert die rumänische Regierung sowie die rumänische Botschaft in Österreich auf, endlich Stellung zu beziehen. „Wir waren immer um eine partnerschaftliche Lösung bemüht. Wenn Rumänien unter den Tierschützerinnen und Tierschützern Freunde behalten will, soll das Massaker sofort unterbleiben. Der WTV hat sonst keine andere Wahl, als gezielt zum Boykott rumänischer Urlaubsorte und Waren aufzurufen – und die europäischen Tierschutzvereine werden den Aufruf verbreiten. Wir bitten jedenfalls die Bevölkerung und die Medien um ihre Mithilfe. Denn jedes Leben, das gerettet werden kann, ist ein Aufschrei gegen diese sinnlose Barbarei und macht hoffentlich Schule“, so Petrovic.