Samstag, Oktober 1, 2022
StartNews & StoriesNewsTod in Wiener Galerie - Betrunkener trat Malteser tot

Tod in Wiener Galerie – Betrunkener trat Malteser tot

Ein furchtbarer Fall von Tierquälerei erschüttert ganz Wien: In einer Kunstgalerie ließ ein Mann seine Wut über den Rauswurf an dem unschuldigen Malteser “Indie” aus. Der Betrunkene trat “mit amüsierten Grinsen” immer wieder auf den Hund. Dieser erlag seinen Verletzungen noch auf dem Weg in die Tierklinik.

Laut der Krone wollte die 73-jährige Hundebesitzerin einfach nur einen schönen Nachmittag in illustrer Runde genießen. Denn an einer der feinsten Adressen Wiens fand vergangenen Mittwoch eine Vernissage in einer Kunstgalerie auf der Freyung statt. Ihre Malteser-Hündin “Indie” band die Frau im kühlen Stiegenhaus fest – nichtsahnend, dass dieser so schön beginnende Tag sich bald in ihren schlimmsten Alptraum verwandeln würde. Denn unter den Gästen befand sich auch ein 48-jähriger Mann, der durch eine merkbare Alkoholfahne und unangenehmem Verhalten aufgefallen sein soll. Er soll die Anwesenden angepöbelt und belästigt haben, bis die Security einschritt. Sicherheitsbedienstete entfernten ihn schließlich von der Veranstaltung, aber begleiteten den Mann nicht bis vor die Tür. Im Stiegenhaus fiel der Blick des Mannes schließlich auf die kleine Hündin – die schließlich die wehrlose Zielscheibe seines Unmuts wurde.

Der Betrunkene trat angeblich so lange auf den aufjaulenden Hund ein, bis dieser sich nicht mehr rührte. Dabei soll er laut der Zeitung sogar Stahlkappenschuhe getragen haben. Als eine geschockte Augenzeugin Alarm schlug, war es leider schon zu spät – Hündin Indie erlag kurz darauf ihren schweren Verletzungen. Der Täter selbst ergriff sofort die Flucht, konnte jedoch noch am Ring gefasst werden – mit einem Blutalkoholspiegel von 1,8 Promille.

Ehrliche (?) Reue vor Gericht

Nun muss sich der 48-jährige Tierquäler vor einer Richterin angeblich wegen fahrlässiger Tötung verantworten. Selbst im Gerichtssaal zeigt er laut der Krone kaum bessere Manieren als am Tag der schrecklichen Tat. Dennoch spricht er von Reue: “Ich weiß nicht, was mit mir los war, es tut mir extrem leid. Eigentlich könnt‘ ich nie auf ein Tier hintreten, egal, ob Hund oder Katz.” Seine Taten strafen diese Worte jedoch Lügen, und laut der Augenzeugin soll er sogar “mit amüsiertem Grinsen” auf den Hund eingetreten haben. Jene bricht in Tränen aus, als sie von dem schrecklichen Anblick erzählen muss. Sie hatte erst gar nicht gemerkt, dass der Mann auf ein Lebewesen eingetreten hatte. Für weitere Zeugenaussagen wurde das Verfahren vertagt, ein Freispruch scheint jedoch unwahrscheinlich.

Ähnliche Beiträge