Donnerstag, Oktober 6, 2022
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Tirol: Hund bewachte totes Herrchen nahe der Steinkarspitze

Nahe der Steinkarspitze in Tirol ereignete sich kürzlich ein schrecklicher Vorfall. Ein vermisst gemeldeter Wanderer konnte von der Bergrettung nur noch leblos geborgen werden. Die Todesursache ist noch unklar. Sein Hund bewachte treu das tote Herrchen, bis Hilfe eintraf.

Nur sehr erfahrene Wanderer und Bergsteiger können es sich erlauben, alleine eine Bergtour zu unternehmen. Laut der Krone handelte es sich bei dem 53-jährigen Skitourengeher aus Bayern um einen Mann mit besonders viel Bergerfahrung. Unter anderem hatte er bei der Bergrettung in Garmisch gearbeitet. Laut seinem Vater war der Mann am Sonntag zusammen mit seiner Dogge in Kelmen aufgebrochen, um eine Tour zu wandern. Als er spätabends noch immer nicht nach Hause zurückgekehrt war, meldete der Mann seinen Sohn als vermisst.

Einsatzkräfte der Bergrettung Berwang/Namlos starteten sofort eine Suchaktion, doch die widrigen Bedingungen erschwerten das Unterfangen. Ein Suchflug mit dem Hubschrauber war wegen der Dunkelheit und des schlechten Wetters nicht möglich. So starteten 14 Einsatzkräfte mit drei Lawinenhunden zu Fuß bei Schneefall und Nebel. “Wir wussten nicht, wohin der 53-Jährige genau unterwegs war”, so Ortsstellen- und Einsatzleiter Markus Wolf. “Wir mussten uns entscheiden, ob wir über das Kelmer Kar oder das Steinkar aufsteigen.”

Treuer Begleiter

Spuren, die auf den Hund des Vermissten hindeuteten, brachten die Bergretter dazu, zur Steinkarspitze aufzusteigen. Trotz 40 Zentimeter Neuschnee wagten sie den gefährlichen Aufstieg – denn nicht nur standen Leben auf dem Spiel, es handelte sich bei dem Vermissten außerdem um einen Kollegen der Bergrettung. “Wir haben das Risiko auf uns genommen und hofften, der Hund würde sich bemerkbar machen – leider vergeblich”, erzählte Wolf von dem Einsatz. Kurz nach Mitternacht kam die Suche jedoch zu einem bitteren Ende.

Der 53-Jährige konnte nur noch leblos geborgen werden. Sein Hund bewachte das tote Herrchen treuherzig und war ihm wahrscheinlich stundenlang nicht von der Seite gewichen. Noch ist die Todesursache ungeklärt, äußere Verletzungen gebe es keine. Die Ausrüstung deutete darauf hin, dass sich der Mann bereits im Abfahrtsmodus befunden hätte, als der Tod ihn verfrüht ereilte. Die treue Dogge brachte man unter großen Anstrengungen zurück ins Tal. Montagvormittag holten die Einsatzkräfte dann den Leichnam des Mannes per Helikopter.

Unter den richtigen Umständen sind Hunde tolle Begleiter auf Wanderungen und Bergtouren:

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