Stuttgart: Schäferhund in Auto eingesperrt – Tod durch Hitzschlag

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Jeden Sommer werden abgeschlossene Fahrzeuge für Hunde zur Todesfalle. / Symbolfoto: pixabay.

Jemand hatte die offene Heckklappe eines Autos geschlossen, in dem ein Schäferhund untergebracht war. Ohne Frischluftzufuhr verstarb das Tier an einem Hitzschlag – die Polizei sucht nun nach Zeugen der Tat.

Jeden Sommer fallen zahlreiche Hunde einem Hitzschlag durch das Eingesperrtsein in einem geschlossenen Fahrzeug zum Opfer. Die Innentemperatur des Wagens kann in der prallen Sonne binnen weniger Minuten die Außentemperatur übersteigen, und Hunde, die allgemein über nur wenige Schweißdrüsen verfügen und sich hauptsächlich durch Hecheln abkühlen, schaffen es nicht mehr, ihren Wärmehaushalt angemessen zu regulieren. Starkes Hecheln, Apathie, Nervosität, Taumeln, glasige Augen und mögliches Erbrechen sind die Folgen – und wenn nicht sofort gehandelt wird, droht der Tod durch Hitzschlag.

Besonders tragisch jedoch sind die Umstände, durch die am ersten Julisonntag 2020 ein belgischer Schäferhund ums Leben kam: Wie die Stuttgarter Nachrichten berichteten, hatte der Besitzer um etwa 9:30 Uhr seinen Wagen in der Nähe des Schäferhundevereins in der Hemminger Straße im Schatten abgestellt. Seinen Hund ließ er mit ausreichend Trinkwasser und bei geöffneter Heckklappe im Fahrzeug. Regelmäßig sah der Besitzer nach seinem Hund, doch zwischen seiner letzten Kontrolle um 13:40 und seiner Rückkehr um 14:20 Uhr schlossen Unbekannte die Heckklappe des Autos und unterbrachen somit die lebenswichtige Frischluftzufuhr. Das Innere des Wagen erhitzte sich mehr und mehr, und als der Besitzer zurückkehrte, fand er seinen Hund bereits stark überhitzt und dehydriert vor.

Jede Rettung zu spät – Polizei sucht Zeugen

Obwohl der Mann die Hitzschlag-Symptome korrekt erkannte und seinen Schäferhund sofort zum Tierarzt brachte, kam jede Rettung zu spät. Das Tier verstarb noch in der Tierarztpraxis an den Folgen der Überhitzung und Dehydrierung. Die Stuttgarter Polizei ermittelt nun gegen Unbekannt und bittet Zeugen, die verdächtige Personen an einem Mercedes in der Hemminger Straße zwischen 13:40 Uhr und 14:20 Uhr  gesehen haben, sich unter der Telefonnummer 0711/8990-3300 zu melden.

Erfahren Sie hier, wie Sie sich als Passant im Falle eines im Auto eingesperrten Hundes verhalten sollen und wie man den Hundekreislauf im Sommer entlasten kann.

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