Sibirien: Hund lebendig bei -54 Grad in Eis festgefroren

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Nur mit Mühe konnte er Hund aus dem Eis befreit werden, sein Zustand ist überraschend gut. / Fotos: Terentyi Tomskyi via The Siberian Times.

Verzweifelt rief der Hund um Hilfe, nachdem er bei -54 Grad Celsius im Eis festgefroren war. Der Streuner hatte keinen Schutz vor der Eiseskälte gefunden und war wahrscheinlich zu lange am Boden liegen geblieben. Seine Retterin hat ihm nun ein neues Zuhause gegeben.

Sibirien ist eine der nördlichen Regionen des ohnehin schon kalten Russlands. In Churapcha, einer kleinen dörflichen Gemeinde in Sibirien, sind besonders in den Wintermonaten Temperaturen von -50 Grad Celsius keine Seltenheit. Monatelang bedecken Schnee und Eis das Land. In solchen Klimaverhältnissen ist es lebensnotwendig, Schutz vor Niederschlag und Kälte zu haben. Dass so gerade die Hilfbedürftigsten schnell in eine tödliche Situation geraten können, bewies ein streunender Hund: Wie die „Siberian Times“ berichtete, war er bei -54 Grad Celsius in einer Schneedecke festgefroren. Er hatte wahrscheinlich keinen warmen Unterschlupf finden können und hatte sich auf dem Boden zusammengerollt, wo er binnen kurzer Zeit festgefroren war. Verzweifelt heulte und winselte er um Hilfe. Zum Glück hörte eine Frau seine Rufe und leitete eine Rettungsaktion ein.

Von Eiseskälte und Herzenswärme

Die Frau, die als Köchin in einem Krankenhaus arbeitete, hatte gerade ihre Arbeitsstelle verlassen, als sie das Winseln hörte. Wenig später fand sie den Streuner in einem schrecklichen Zusatnd vor: Sein Körper und seine Beine waren am Boden festgefroren, nur mehr den Kopf konnte er bewegen. Seine Retterin verständigte einen lokalen Automobilclub, da sie ihn allein nicht befreien konnte. Die Männer rückten sofort mit warmem Wasser und Brechstangen an, um den gefangenen Hund aus dem Eis zu befreien. Danach brachte man ihn schnell ins Warme, gab ihm Futter und brachte ihn zum Tierarzt. Obwohl die Retter damit gerechnet hatten, dass der Hund an schweren Erfrieungen leiden würde, ging es ihm überraschend gut. Er erholt sich schnell von seinen Strapazen. Indes hat seine Retterin ihn nun bei sich aufgenommen und wird ihm in Zukunft ein schönes, warmes Zuhause bieten.

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