Home Chronik Russland: Hündin Monika bekommt vier nagelneue Titanpfoten

Russland: Hündin Monika bekommt vier nagelneue Titanpfoten

Ein Tierazt untersucht eine Hündin, es handelt sich jedoch nicht um Monika.
Engagierte Tierärzte können auch Hunden mit Einschränkungen eine neue Chance geben. / Symbolfoto: pexels.

Niemand weiß, wie Hündin Monika ihre vier Pfoten verloren hat, doch man muss wohl von Tierquälerei ausgehen. Die Streunerin schien keine Überlebenschance zu haben – bis ihre Geschichte die Herzen tausender Menschen rührte. Dank der Spenden konnte Monika mit vier neuen Pfoten aus Titan ausgestattet werden. Videos ihrer ersten Gehversuche zeigen, dass sie eine Chance auf ein neues Leben hat.

Laut CNN wurde Monika im Dezember 2020 in einem Waldstück nahe Plastunovskaya in Russland gefunden. Bei eisiger Kälte lag die Hündin beinahe bewegungslos im Schnee, und ihre Retter erkannten schnell, warum sie nicht vor den Fremden davonlief: Man hatte ihre alle vier Pfoten abgetrennt. Die Tierschützerinnen Marina Gapich and Alla Leonkina gingen von einem besonders grausamen Fall von Tierquälerei aus und brachten die hilflose Fellnase zum Tierarzt. Dort erhielt sie Bluttransfusionen und medizinische Hilfe, dennoch musste auch eine ordentliche Amputation der Gliedmaßen erfolgen. Die Veterinärmediziner rieten den Frauen, Monika aus Gnade einschläfern zu lassen, doch bis auf ihre fehlenden Pfoten war sie gesund. So wandten sich die beiden an den russischen Tierarzt Sergei Gorshkov, der seit 2015 bereits 37 Tiere mit Prothesen ausgestattet hatte. Doch auch er stand vor einer großen Herausforderung.

Barmherzigkeit vor Gnade

Einerseits handelte es sich bei Monika um einen Dachshund-Mischling – das bedeutet, dass sie eher kurze und krumme Beine hat. Das macht es schwierig, Prothesen an ihre Beinstumpen zu platzieren, die auch ihr Gewicht tragen können. Zudem hatte Gorshkov noch nie zuvor vier Pfoten in einer Operation behandelt, und die vier Prothesen mussten an die einzigartigen Gegebenheiten jedes Beins angepasst werden. Daher fehlte andererseits das Geld. Doch Gapich und Leonkina schafften es, durch die Spenden gerührter Tierfreunde insgesamt 400,000 Rubel (ca. 4800 Euro) zur Verfügung zu stellen. An der Polytechnischen Universität Tomsk wurden die vier Prothesen per 3D-Drucker hergestellt und in einer Operation an die verbliebenen Knochen angeschraubt.

Schnelle Genesung

Obwohl man anfangs keinen Grund hatte, angesichts der schwierigen Operation optimistisch zu sein, erholte sich Monika überraschend schnell. „Am dritten Tag begann sie bereits, aufzustehen, und humpelte von Raum zu Raum durch die Klinik“, erzählte Gorshkov. Videos zeigen diese ersten Gehversuche der Hündin, und obwohl sie noch etwas unsicher auf ihren vier neuen Beinen ist, kann sie sich wieder alleine fortbewegen. Gapich und Leonkina sind momentan in Kontakt mit einem Tierverhaltensexperte in London, um der Hündin weiterhin zu helfen. Denn für die beiden Tierschützerinnen ist die Mission Monika keineswegs vorbei: „Wir sind ihre Pflegerinnen, wir sind für sie verantwortlich!“

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