Pluto flüchtete vor der Hundemafia – über drei Länder

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Die Teams des TiKo Klagenfurt und Srce za bulle arbeiteten zusammen, um Pluto zu helfen. / Fotos: Tiko Klagenfurt (Markus Burkhardt, Nina Zesar).

Die Geschichte von Pluto ist mehr eine Odyssee als eine Kurzgeschichte – auf der Flucht vor der Hundemafia und in Folge eines Autounfalls reiste der Hund durch drei verschiedene Länder. Nun ist er zurück bei seinem neuen Besitzer – die TiKo Klagenfurt berichtet von einer herzzerreißenden Reise.

Plutos Reise begann in Kroatien, wo der Staffordshire Bull Terrier-Mischling plötzlich auf einem Hausdach in rund 14 Meter Höhe saß und Hilfe zu benötigen schien. Niemand wusste, woher der Hund gekommen war und warum er auf dem Dach festsaß, doch die slowenische Tierschutzorganisation „Srce za bulle“ (zu dt. „Herz für Bullies“), die den Hund aus seiner Misere rettete, nahm aufgrund der körperlichen und psychischen Traumata des „Pluto“ getauften Hundes an, dass er für Hundekämpfe missbraucht worden war und wahrscheinlich von selbst seinen Peinigern entkommen konnte. Er wurde an einen neuen Besitzer weitervermittelt, und alles schien ein gutes Ende genommen zu haben. Doch Plutos Odyssee war noch lange nicht vorbei.

Ein Unfall mit Folgen

Unglücklicherweise wurden der neue Besitzer und Pluto nur zwei Wochen nach der Adoption in einen schweren Autounfall verwickelt – der ohnehin bereits ängstliche Rüde wurde aus dem Wagen geschleudert und stand unter Schock. Durch dieses Erlebnis in Panik versetzt, floh er kurzerhand von dem Schauplatz des Unfalls, bevor man ihn aufhalten konnte. Trotz Bemühungen des Besitzers und „Srce za bulle“ (u.a. wurden 10.000 Flyer gedruckt und verteilt sowie Aufrufe im Radio und Fernsehen geschaltet) blieb die Suche nach Pluto jedoch erfolglos. Schweren Herzens rechnete man mit dem Schlimmsten – doch auch in diesem Fall hatte das Schicksal andere Pläne mit Pluto.

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Im TiKo Klagenfurt wurde der Flüchtige erstversorgt und wiederaufgepäppelt. / Foto: TiKo Klagenfurt (Nina Zesar).

Findelkind Pluto

Ende September gelangte eine polizeiliche Meldung bei der Tiko Klagenfurt ein: Schon seit mehreren Tagen schien in Arnoldstein ein braun-weißer, offensichtlich herrenloser Hund zwischen den Strohballen eines Landwirts zu schlafen. Erste Annäherungsversuche an den Hund scheiterten jedoch – er war einfach zu ängstlich und ergriff jedes Mal die Flucht, wenn man ihm zu nahe kam. Freiwillige Helferin Melanie Novak kontaktierte schließlich Markus Burkhardt der Tiersuchorganisation „Pettrailer„, der mit einer extragroßen Lebendfalle anrückte. Trotz lockenden Futters blieb die Falle mehrere Tage leer, Pluto ließ sich einfach nicht fassen. Als jedoch ein Gewitter drohte, suchte der leidgeprüfte Rüde in dem überdachten Käfig Unterschlupf – und konnte endlich geborgen und zur weiteren Versorgung ins TiKo Klagenfurt gebracht werden.

Da der Chip des Hundes leider nicht registriert worden war, brauchte es lange Recherchen, bis man ihn dank eines kroatischen Tierheims identifizieren konnte – als Pluto! Sofort nahm man Kontakt zu Simon Mihorič von „Srce za bulle“ auf. Dort war die Freude nach dreimonatiger, erfolgloser Suche riesig, und sofort wurde ein Team nach Klagenfurt geschickt, um Pluto abzuholen und zu seinem Besitzer zurückzubringen. Auch dieser ist überglücklich, seinen Freund wieder bei sich zu haben – und er will gemeinsam mit Pluto daran arbeiten, die traumatischen Erlebnisse und die Strapazen seiner langen Reise über drei Länder  hinweg zu überwinden.

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