Neubrandenburg: Tierschützer fanden toten Hund in Tasche

Eine schwarze Tasche steht vor dem Hintergrund eines Waldes.
Tierschützer fanden den toten Hund, der in einer Tasche abgelegt worden war. / Symbolfoto: pexels.

Bereits zum zweiten Mal wurde an derselben Stelle in Neubrandenburg ein totes Tier gefunden. Als Tierschützer eine verdächtige Tasche öffneten, erlebten sie einen furchtbaren Schock: Im Inneren befand sich ein toter Hund.

Laut dem Nordkurier war es eine aufmerksame Anrainerin gewesen, die auf die verdächtige Tasche aufmerksam gemacht hatte. An derselben Stelle im Gebüsch an der Hintersten Mühle sei bereits zuvor eine tote Katze aufgefunden worden. Der schwache Verwesungsgeruch, der von der Tasche ausging, ließ die Frau annehmen, dass etwas Schreckliches im Inneren verpackt war. Sie verständigte Kurt Kadow, den  Leiter des Neubrandenburger Tierschutzvereins. Dieser nahm sich der Sache mit einem mulmigen Gefühl in der Magengrube an. Und tatsächlich – als die Tierschützer die Tasche öffneten, fanden sie im Inneren den toten Hund. Sofort alarmierten sie die Polizei.

Serientäter oder Kadaverentsorgung?

Die Polizei konnte nur wenig tun: Außer der Tasche und den zusätzlich in zwei Müllsäcken verpackten toten Hund gibt es keinerlei Hinweise auf die Todesursache vor Ort. Der Zustand der Leiche lässt darauf schließen, dass der Hund schon vor geraumer Zeit im Gebüsch abgelegt worden war. Kadow will aufgrund der verdächtigen Umstände und der Tatsache, dass derselbe Ort bereits zuvor als Ablagestelle für ein totes Tier gedient hat, auf eine Untersuchung des Falls durch das Veterinäramt drängen. Eine Obduktion sollte Aufschluss darüber geben können, ob das Tier auf natürliche Weise sein Leben beendet hat oder es sich um Tierquälerei handelt. In Neubrandenburg sorgten bereits 2018 ungewöhnliche Fälle von Tierquälerei für Aufruhr: Am Reitbahnsee war eine enthauptete und aufgeschlitzte Katze in einer Tasche gefunden worden. Kurz danach hatte jemand einen Terriermischling mit zugeklebter Schnauze neben einem Tierheim angebunden und dort verenden lassen. Der oder die Täter wurden nie gefasst.