Sonntag, Oktober 2, 2022
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Mannheim: Ordnungsamt verscheucht Hund Joko nach 7 Jahren

Sieben Jahre lang durfte Hund Joko auf seinem Lieblingsplatz auf dem Gehsteig liegen. Doch dann erhielt die Halterin eine Verfügung des Ordnungsamtes Mannheim: Joko müsse sein Plätzchen räumen – denn er blockiere den Bürgersteig.

Ein kurioser Fall erregt momentan die Aufmerksamkeit und Gemüter der Menschen in Mannheim. Laut Mannheim24 hatte der Hund Joko bereits sieben Jahre lang sein Lieblingsplätzchen belegt. Die Fellnase gehört zu der Besitzerin einer Kunstgalerie in den T-Quadraten, Deborah Musso. Wenn sein Frauchen ihrer Arbeit nachgeht,  vertreibt sich Joko die Zeit damit, auf dem Bürgersteig vor der Galerie zu faulenzen. Laut Musso ist der 10-jährige Rüde im Stadtviertel deswegen schon gut bekannt, viele grüßen ihn im Vorbeigehen. Doch dann erhielt die Galeristin plötzlich ein Schreiben des Ordnungsamtes: Joko müsse sein Lieblingsplätzchen räumen. Es ist ihm untersagt, in Zukunft auf dem Gehsteig zu lümmeln, denn das verstoße gegen das Straßengesetz. Dies besagt nämlich, dass Gehwege nicht von Mensch, Tier oder Sache okkupiert werden dürfen.

Gemütlicher Gesetzesbrecher

„Gehwege müssen frei passierbar sein. Dies war beim Eintreffen der Streife des städtischen Ordnungsdienstes nicht der Fall, da der Hund quer auf dem Gehweg lag und Passanten um den dort abgelegten Hund hätten herumlaufen müssen. Außerdem war der Hund unbeaufsichtigt und ein direktes Einwirken, z.B. bei einer Gefahr, wäre durch die Hundebesitzerin nicht möglich gewesen. Dadurch hätten gegebenenfalls Passanten gefährdet werden können“, äußerte sich eine Sprecherin des Ordnungsamtes zu dem Fall. Musso hat durchaus Verständnis für die Verfügung. Dennoch wäre es ihr lieber gewesen, man hätte sie direkt auf das Problem angesprochen: „Man hätte auch einfach mal an meine Scheibe klopfen können, statt anonym das Ordnungsamt anzurufen.“ Joko wird deswegen in Zukunft nur mehr innerhalb der Galerie anzutreffen sein. Denn vor der Tür hat Musso das kuriose Schild angebracht: „Wir müssen leider DRINNEN bleiben!“

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