Klagenfurt: Hündin Roxy erstochen auf Müllplatz abgelegt

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Die Mitarbeiter des Tiko Klagenfurt sind schockiert über das schreckliche Schicksal von Roxy. / Foto: Tiko Klagenfurt.

Das schreckliche Schicksal von Roxy erschüttert ganz Klagenfurt: Nachdem man die Hündin an einen scheinbar freundlichen Mann in ein neues Zuhause weitervermittelt hatte, wurde sie wenige Wochen darauf tot aufgefunden. Jemand hatte sie erst erstochen und dann auf einem Müllplatz abgelegt. Die Polizei ermittelt, die Tierheimmitarbeiter sind in Schock.

„Es ist nicht in Worte zu fassen, was ein solches Schicksal in den Herzen unserer Mitarbeiter hinterlässt“, schreibt Tara Geltner, die Präsidentin des Landestierschutzverein Kärnten. Wie das Tierschutzkompetenzzentrum Klagenfurt berichtete, hatte sich letztes Jahr ein Mann über eine mögliche Adoption der Hündin Roxy informiert. Das Tierheim freute sich über das Interesse an der dreijährigen SchäferhundDobermann-Mischlingshündin, sie von den Mitarbeiter als „sehr folgsame, wissbegierige und herzliche Hündin, die es einem einfach machte, sie lieb zu gewinnen“ in Erinnerung gehalten wird. Der Mann machte einen sehr freundlichen Eindruck, und auch bei den begleiteten Spaziergängen erwies er sich als ruhig und gelassen im Umgang mit der Hündin. Auch Roxys Bezugstierpfleger stimmte zu, dass die Hündin wahrscheinlich ein schönes neues Zuhause bekommen würde. Mitte Dezember durfte Roxy aus dem Tierheim ausziehen – ein eigentlich glücklicher Tag im Leben eines jeden Hundes. Dass eine so vielversprechende Adoption in einer unaussprechlichen Tragödie enden musste, schockiert die Mitarbeiter des TiKo Klagenfurt besonders tief.

Entsetzliche Gräueltat

Drei Wochen nach Roxys Auszug rief der Mann das TiKo einmal mehr an und wollte die Hündin zurückgeben. Ihre Unverträglichkeit mit anderen Hunden sei zu fordernd. Natürlich stimmte das TiKo einer Wiederaufnahme zu, doch der ausgemachte Termin wurde nicht eingehalten. Auf Kontaktversuche reagierte der Mann nicht mehr. Wenig später erreichte dafür ein anderer Anruf das Tierheim: Die Polizei hatte mittels Chip-Auslese die Leiche eines Hundes identifiziert. Man hatte sie in einem Altstoffzentrum abgelegt, mehrere Messerstichwunden deuten auf ein Ableben unter Gewalteinwirkung hin. Bei dem Opfer handelte es sich um Roxy.

Ermittlungen laufen

Was genau zwischen dem Zeitpunkt der Adoption und dem Auffinden der grausam zugestellten Leiche von Roxy passiert ist, weiß noch niemand. Der Mann, der die Hündin adoptiert hat, wird nun wegen Tierquälerei bei der Staatsanwaltschaft angezeigt. Auch eine vollständige Obduktion der Leiche samt toxikologischem Befund wurde angeordnet. Die Fassungslosigkeit und die Trauer über die Grausamkeit der Tat ist groß – nicht nur bei den TiKo-Mitarbeitern.