Kampf gegen die Welpenmafia

Welpe - Giftköder
© Vier Pfoten

Sie werden oft preiswert und unter falschen Angaben im Internet, in Zoohandlungen oder auf öffentlichen Plätzen angeboten und unter schlimmsten Bedingungen „produziert“. VIER PFOTEN, Tierärztekammer und Polizei starten nun eine neue Initiative gegen den illegalen Handel mit Hundewelpen.

Seit Jahren führt die Tierschutzorganisation VIER PFOTEN eine Kampagne gegen den internationalen Handel mit Welpen. Vor allem Rassehunde werden in Osteuropa unter schlimmsten Bedingungen „produziert“, die Hundebabys viel zu früh von ihren Müttern getrennt und mit gefälschten Impfpässen quer durch Europa transportiert. Eine Fahrt, die viele von ihnen erst gar nicht überstehen. Diejenigen, die ihr Ziel erreichen, sind oft geschwächt und ihre neuen, ahnungslosen Besitzer oft ein Hundeleben lang mit hohen Tierarztkosten konfrontiert.
VIER PFOTEN startete anlässlich des Welttierschutztages gemeinsam mit der Österreichischen Tierärztekammer und der Polizei eine neue Initiative. Potentielle Käufer, Geschädigte und Tierärzte sollen sich unter anderem auf der vor kurzem gestarteten Homepage www.illegalerwelpenhandel.at informieren können und aufgeklärt werden. Unter einer dort angegebenen Telefonnummer, unter der sie automatisch zur nächstgelegenen Polizei-Bezirksstelle verbunden werden, können Betroffene ihren Fall melden.
Die Tierärztekammer verschickt an ihre Mitglieder das Plakat „Ein Billigwelpe kann ganz schön teuer werden…“, mit dem die Besucher der Praxen auf das Problem aufmerksam gemacht werden sollen. „Das Problem mit zu jungen, kranken ‚Billig-Welpen‘ hat sich durch den Handel im Internet in den letzten Jahren massiv verschärft. Wenn der Welpe  beim Tierarzt am Untersuchungstisch landet, ist es eigentlich schon zu spät, weil alle Kontrollinstanzen davor  versagt haben“, so Barbara Wieser, Vizepräsidentin der Österreichischen Tierärztekammer.