Innsbruck: Hund „Crack“ erschnüffelt Kokain in Reisekoffer

Drogenspürhund
Spürhund "Crack" erschnüffelte ein Paket Kokain in einem verdächtigen Reisekoffer. / Fotos: Bundesministerium für Finanzen.

Helden haben nicht immer besonders klingende Namen. Dieser Fall trifft auch auf Drogenspürhund „Crack“ zu, der am Flughafen von Innsbruck ein verdächtiges Paket identifizierte. Und seine Nase log nicht – die Polizei und Zoll konnten ein Kilogramm Kokain beschlagnahmen.

„Crack“ ist eigentlich nicht der beste Hundename – denn bei diesem Wort handelt es sich um eine Bezeichnung für eine Mischung aus Kokainsalz und Natron. Neben Methamphetamin zählt diese verbotene Substanz zu jenen Drogen mit dem größten Potential für eine schnelle psychische Abhängigkeit. Nichtsdestoweniger ist es ein recht passender Name für jenen belgischen Schäferhund, der bei der Polizeihundestaffel Innsbruck als Drogenspürhund arbeitet. Laut einer Pressemitteilung des Bundesfinanzministeriums fiel einer Zollbeamtin des Flughafens Innsbruck ein verdächtiger Reisekoffer auf. Dieser war ohne zugehörigen Passagier als Nachsendung von Rio de Janeiro über Lissabon, Portugal nach München, Deutschland aufgegeben. Über Wien sollte der Koffer dann nach Innsbruck an eine Person weitergeleitet werden, die über einen Wohnsitz in Tirol verfügt. Ein Röntgenbild des Koffers brachte (neben persönlichen Gegenständen wie Kleidung, Toilettartikeln und Schuhen) mehrere Päckchen in Geschenksverprackung zum Vorschein. Und dann wurde „Crack“ als Experte hinzugezogen.

Niemand täuscht seine Nase!

Im Inneren eines Geschenkspäckchens fand der Zoll ein Ziegel weißen Pulvers. Und tatsächlich deutete „Crack“ seinem Hundeführer genau jenes Paket als drogenhältig an. Seine Nase lässt sich eben nicht täuschen! Ein daraufhin eingeleiteter Suchtmitteltest bestätigte „Cracks“ Einschätzung als richtig. Weitere Ermittlungen führt nun das Landeskriminalamt Tirol durch. Dieses schätzt den Verkaufswert des ein Kilogramm schweren Päckchens mit 100.000 Euro ein. An der Zustelladresse des Koffers wurden zwei Brasilianer (34 und 35 Jahre alt), ein 54-jähriger Kubaner und ein 28-jähriger Österreicher festgenommen. Finanzminister Blümel ist stolz auf die Leistung von Zoll und Polizei: „Unsere Zöllnerinnen und Zöllner sind hervorragend ausgebildet und stellen ihre Professionalität und ihr Engagement täglich unter Beweis. Einmal mehr konnte der Zoll Suchtmittel stoppen und somit gefährliche Drogen von den Menschen fernhalten! Der internationale Drogenhandel kann nur gemeinsam effektiv bekämpft werden. In Kooperation mit den Sicherheitsbehörden werden wir daher weiterhin zusammen der organisierten Kriminalität effizient entgegentreten!“