Hündin schwerverletzt in Kellerabteil gefunden

Die Notversorgung der armen Pekinesen-Mix-Hündin dauerte eineinhalb Stunden. Foto: © Wiener Tierschutzverein
Die Notversorgung der armen Pekinesen-Mix-Hündin dauerte eineinhalb Stunden. Foto: © Wiener Tierschutzverein
Die Notversorgung der armen Pekinesen-Mix-Hündin dauerte eineinhalb Stunden. Foto: © Wiener Tierschutzverein

Tierärzte kämpfen derzeit um das Überleben einer jungen Pekinesen-Mix-Hündin, die schwer verletzt und in Bandagen gewickelt im Kellerabteil eines Wohnhauses in Wien Meidling gefunden worden war. Vermutlich war sie mit heißem Wasser oder Dampf verbrannt worden.
Weil sie aus dem Kellerabteil starken Verwesungsgeruch wahrnahmen, riefen die Bewohner eines Wohnhauses in Wien Meidling die Tierrettung des Wiener Tierschutzvereins. Es war ein trauriger Anblick, der sich dieser bei genauer Durchsuchung des Kellerabteils bot. In eine Decke gehüllt lag eine schwer verletzte Pekinesen-Mix-Hündin. Sie wurde sofort geborgen und ins Wiener Tierschutzhaus nach Vösendorf gebracht.
Die etwa einjährige Hündin war in Bandagen eingewickelt, von denen der Verwesungsgeruch ausging. Es war ein schreckliches Bild, das sich den Tierärztinnen des Wiener Tierschutzvereines bot, denn die Verbände hatten sich bereits in das Fleisch des Hundemädchens gefressen, sodass diese nur unter Narkose entfernt werden konnten. Die Notversorgung dauerte rund eineinhalb Stunden. „Was der Hündin genau passiert ist, kann man nicht sagen. Es sieht aber ganz nach einer Verbrennung mit heißem Wasser oder Dampf aus. Das Tier aber ohne Hilfe einfach in einem Keller abzulegen ist ein Skandal. Die Schmerzen der Hündin sind kaum vorstellbar“, sagt Madeleine Petrovic, Präsidentin des Wiener Tierschutzvereins. Laut Petrovic bedarf es noch viel mehr Aufklärungsarbeit in der Bevölkerung. „Vielen Leuten ist immer noch nicht klar, dass kranke und verletzte Tiere die gleiche medizinische Betreuung benötigen wie Menschen. Sollte das jemandem aus sozialen Gründen nicht möglich sein, so gibt es Einrichtungen an die man sich wenden kann“.
Spur führt nach Niederösterreich
Zwar geht es der Hündin den Umständen entsprechend gut, über den Berg ist sie allerdings noch nicht. Heute soll eine Plasmatransfusion durchgeführt werden, wie der Wiener Tierschutzverein in einer Aussendung mitteilt. Wer diese grausame Tat begangen hat, weiß man bisher noch nicht, jedoch gibt es zur Klärung des traurigen Hundeschicksals einen kleinen Hoffnungsschimmer. Esperanza – auf den Namen wurde die Hündin getauft – trug ein Halsband samt Hundemarke aus Niederösterreich.