Hund zweimal domestiziert worden

Wölfe im Wald
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Wölfe im Wald
Bei dieser engen Bindung kein Wunder: Der Mensch hat den Wolf gleich zweimal domestiziert. Foto: pixabay

Wo Wölfe domestiziert wurden – ob in Europa oder in Asien – war lange Zeit umstritten. Forscher fanden nun heraus: Es stimmt wohl beides.

Keine Frage: Mensch und Hund sind beste Freunde. Und das schon seit geraumer Zeit. Genauer genommen reicht diese enge Beziehung schon mehr als 15.000 Jahre zurück. Fraglich war bisher allerdings, wo der Mensch tatsächlich auf den Hund kam. Denn die frühesten archäologischen Funde, die eindeutig Hunden und nicht mehr Wölfen zugeordnet wurden, entdeckte man im westlichen Eurasien, die frühesten archäologischen Belege für Hunde in Ostasien sind nur geringfügig jünger, wie derstandard.at berichtet. Daraus ergab sich eine jahrelange Debatte darüber, wo der Mensch nun tatsächlich begann, Wölfe zu seinen Sozialpartnern zu machen.

Geheimnis enthüllt

Jetzt scheint dieses Rätsel gelüftet: Eine genetische Studie unter der Leitung der Universität Oxford belegt, dass wohl beides stimmt. Der Wolf wurde also gleich zweimal domestiziert.

Der Vergleich von unter anderem 59 DNA-Sequenzen von 3000 bis 14.000 Jahre alten Hunden und genetischen Daten von mehr als 2500 moderner Hunde brachte die Forscher zum Schluss, dass unser Hund, wie er heute ist, von zwei verschiedenen Wolfspopulationen abstammt. Eine davon habe in Europa oder dem Nahen Osten, eine in Ostasien gelebt.