Hund Tilly tauchte nach Unfall in Schafherde wieder auf

Zwei Hunde (keiner davon Tilly) stehen vor einer Herde Schafe.
Besonders Hütehunderassen fühlen sich in der Gegenwart von Schafen wohl. / Symbolfoto: pixabay.

Bei einem Autounfall wurde Hund Tilly aus dem Wagen der Familie geschleudert und suchte geschockt das Weite. Zwei Tage lang suchten Freunde und Fremde unermüdlich nach Tilly – und dieser tauchte ausgerechnet in einer Herde Schafe wieder auf.

Dass ungesicherte Hunde im Kofferraum im Falle eines Autounfalls die schlechtesten Karten haben, hat bereits ein Crashtest bewiesen. Selbst bei nur geringer Geschwindigkeit kann der Hund bei einem Auffahrunfall nach vorne oder gar aus dem Fahrzeug geschleudert werden.

Wie der Spokesman berichtete, geschah es genau so in North Idaho, USA: Familie Oswald war am Sonntag gerade mit ihrem zweieinhalb Jahre alten Hütehund-Mischling Tilly auf der Autobahn unterwegs, als sie mit einem anderen Wagen kollidierten. Die Heckscheibe des Autos zersplitterte, und Tilly wurde nach draußen geschleudert. Vollkommen verängstigt suchte der Rüde das Weite – und bis die Familie in dem Chaos sein Fehlen bemerkte, war er schon außer Sicht. Sofort suchten die Oswalds nach dem Hund – zusammen mit einem Dutzend Fremder, die beim Ablick der Autotrümmer angehalten und ihre Hilfe angeboten hatten. Zehn Stunden lang dauerte die Suchaktion, und selbst um halb drei Uhr nachts waren noch Leute unterwegs. Schließlich fuhren die Oswalds vollkommen erschöpft und todtraurig nach Hause. Doch ihren Hund gaben sie noch nicht auf.

Suchkampagne über Facebook

Auf Facebook postete Linda Oswald ein Foto von Tilly und schilderte, was am Vortag passiert war. Über 3000 Personen teilten die Vermisstenanzeige des Vierbeiners, weitere Suchaktionen begannen. Tausende Personen hielten im gesamten Ortsgebiet die Augen offen. Und tatsächlich – Dienstagmorgen fanden die Farmerfamilie Potter den Hund inmitten ihrer Schafherde. Erst hielten sie den Rüden für ihren eigenen Hütehund Hooey, doch die Fellfarbe stimmte nicht ganz und er schien plötzlich nicht mehr auf seinen Namen zu hören. Dank des Facebookposts erkannten die Farmer schnell, dass es sich eigentlich um Tilly handelte. Zufälligerweise kam nur wenige Momente später ein Polizeiwagen zum Anwesen der Familie; ein Beamter war ebenfalls auf der Suche nach Tilly. So konnte der sichtlich verstörte Rüde endlich an die überglücklichen Oswalds zurückgegeben werden.

Tilly wieder zu Hause

Die Oswalds sowie die Potters nehmen an, dass sich der verängstigte Rüde nach dem Unfall zu der Schafherde hingezogen fühlte. Als Hütehund-Mix musste die Anwesenheit der Schafe für ihn tröstlich gewesen sein. Wahrscheinlich hatte er zwei Tage unter den Tieren verbracht, bis man ihn schließlich entdeckt hatte. Während die Wiedervereinigung der Familie Oswald mit Tilly größtenteils von Freude geprägt war, berichtete Linda: „Er war schon ein wenig eingeschnappt, so auf die Art: Hey, wie konntet ihr mich zwei Tage lang in der Prärie lassen?!“ Tillys erste Amtshandlung zu Hause war es, aus der Toilette zu trinken. Danach verbrachte er ein paar erholsame Stunden auf seinem Lieblingsplatz am Sofa. Er hat sich schnell wieder eingelebt – und seine Familie könnte nicht glücklicher sein. Linda Oswald ist außerdem unenedlich dankbar für alle, die an der Suche nach Tilly beteiligt gewesen waren: „Es gibt so viele anständige Menschen da draußen.“

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