Hund passt nicht zu Sofa und wandert zurück ins Tierheim

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Der Hund musste ins Tierheim zurück, weil er nicht zum Sofa passte?! MitarbeiterInnen von Tierheimen hören oft die seltsamsten Gründe für Tierrückgaben. / Symbolfoto: pixabay.

In einem Tierheim oder Tierschutzzentrum zu arbeiten, kann eine sinnspendende und erfüllende Tätigkeit sein. Oft jedoch ist gerade in Zusammenarbeit mit den Zweibeinern eine hohe Frustrationstoleranz gefragt. Beispielsweise gab in England eine Frau einen Hund zurück mit dem Grund, dass das Tier nicht zum Sofa passe…

Gerade in der Coronakrise ist die Anzahl an Tieradoptionen extrem angestiegen. Tierheime und Züchter können sich kaum retten vor Anfragen, die Zwinger sind teilweise wie leergefegt. Doch so sehr man sich momentan für die Tiere freuen kann, fürchten viele ExpertInnen und MitarbeiterInnen einen Rückstau: Viele Menschen schaffen sich sehr unüberlegt Haustiere an, weil sie einsam und gelangweilt sind und jetzt in Kurzarbeit Zeit dafür haben. Ist die Kurzarbeit und Homeoffice vorbei oder ist das Haustier doch mehr Arbeit als gedacht, heißt es oft – zurück ins Tierheim. Claire Horton, ehemalige Leiterin eines der ältesten (gegründet 1860) Tierheime in Battersea, England, plauderte nun im Mirror-Interview aus dem Nähkästchen: „Normalerweise haben die Leute sehr gute Gründe, ihre Tiere ins Heim zurückzubringen. Es könnte sich um eine Krankheit oder Todesfall handeln, oder eine Beziehung zerbricht und die Besitzer lassen sich scheiden – das sehen wir oft.“ Laut ihrer Einschätzung landen etwa zehn Prozent der Hunde, die an ein neues Zuhause weitervermittelt werden, wieder im Tierheim. Und nicht immer sind die Begründungen dafür valide oder nachvollziehbar.

Von Sofa-Disaster bis nasser Teppich

„Wir hatten sogar einen Hund, der zurückgegeben wurde, weil er nicht zum Sofa passte!“, entrüstete sich Horton – zu recht. Die Frau sei aus dem Tierheim verbannt worden und dürfe nicht mehr adoptieren. Aber auch andere frischgebackene Hundeeltern machen Rückzieher mit fadenscheinigen Ausreden: Man habe nicht damit gerechnet, dass der Hund auf den Teppich pinkle oder die Tür ankaue. Auch Jobverlust und Geldprobleme während der Pandemie habe es vielen Familien nicht leicht gemacht, Tierarztkosten, Versicherung oder Futterkosten abdecken zu können. Doch für Tierheime gehe es nicht um die Lebensumstände der Menschen – man wolle primär den Tieren helfen und ihnen zum schönstmöglichen Leben verhelfen. Egal, wie faul oder durchschaubar die Ausrede – „es geht um die Hunde selbst, die einfach nur Tiere sind, denen man eine Chance auf das wundervolle Leben gegeben hat und die nur ein fantastisches Zuhause wollen. Alles, was sie wollen, ist Liebe. Und was man dafür zurückbekommt, ist bedingungslose Treue und Liebe – für immer.“

Auch bei uns gibt es verrückte Fäll von Tierrückgaben – lesen Sie hier über die Fälle von Kimba und Bruce, die definitiv bessere Besitzer verdient haben!

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