Samstag, Oktober 1, 2022
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Hund bei klirrender Kälte ausgesetzt

Das Schicksal von Staffordshire-Mix Sascha wurde auf eine harte Probe gestellt: Bei Eiseskälte hat man ihn mitten in der Nacht alleine zurückgelassen.

Der Beweggrund für diese grausame Tat ist wohl nur schwer nachzuvollziehen: Mitten in der Nacht war Staffordshire-Mix Sascha einfach vor den Toren des Wiener Tierschutzvereines (WTV) ausgesetzt worden. Zum Glück befand sich eine Mitarbeiterin gerade am Gelände und vernahm das Winseln des alleine gelassenen Vierbeiners. Denn ohne rasche Hilfe wäre er bei diesen Temperaturen wahrscheinlich erfroren.

„Es scheint einigen Leute noch immer nicht klar zu sein, dass das Aussetzen von Haustieren verboten und strafbar ist. Der WTV betreibt eines der wenigen Tierschutzhäuser, die auch Tiere von Privatpersonen übernehmen. Wir müssen zwar dafür eine Gebühr verlangen, da wir anders als andere Tierheime keine Subventionen erhalten und nur mit privaten Spenden wirtschaften. Dennoch haben wir in Notfällen immer noch Auswege im Sinne der Tiere gefunden“, so WTV-Präsidentin Madeleine Petrovic in einer Aussendung.

Schenken überdenken

Mittlerweile wurde der auf circa neun Monate geschätzte Staffordshire Terrier-Rüde eingehend tierärztlich untersucht, geimpft, gechipt und entwurmt. Zum Glück ist Sascha, wie er mittlerweile getauft wurde, gesund und freut sich über die Streicheleinheiten des WTV-Personals. Der Wiener Tierschutzverein appelliert in diesem Zusammenhang einmal mehr an die Bevölkerung, sich die Anschaffung eines Haustieres bereits im Vorfeld genau zu überlegen. „Ein Tier schenkt uns nicht nur seine Liebe und Treue, es benötigt im Gegenzug auch unsere Fürsorge. Sei es nun in Form von Liebe, Zeit oder Geld“, so Petrovic abschließend.

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