Grausiger Fund in Weiz – 25 verwahrloste Tiere gerettet

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Zu viele Tiere werden leider nicht artgerecht gehalten. / Symbolfoto: pixabay.

Im Bezirk Weiz holten Nachbarn die Polizei aufgrund des ständigen Bellens und üblen Geruchs, doch was auf die Ermittler wartete, überstieg jede Vorstellungskraft: 25 vollkommen vernachlässigte Tiere und zwei Kadaver.

Die Nachbarn des 40-jährigen Oststeirers hatten sich schon mehrmals über das nicht abreißende Hundegebell und den furchtbaren Gestank beschwert, das vom Grundstück in der Markgemeinde Anger in Weiz ausging. orf.at berichtete, dass die Polizei am Donnerstag, dem 4. Juni, mit dem Amtstierarzt zur Tat schritt und einen grausigen Fund machten: In einem zugemüllten Wohncontainer auf dem Grundstück wurden Hunde und Katzen unter schrecklichsten Bedingungen gehalten. Zwei Katzen mit acht kleinen Kätzchen und zehn Hunde mit fünf Welpen teilten sich einen knapp 30 Quadratmeter großen Wohncontainer – ohne Tageslicht, ohne Auslauf. Ein Hund hatte nicht einmal Zugang zu Trinkwasser. In einem ebenfalls mit Müll gefüllten Geräteschuppen wurden zusätzlich zwei in Jutesäcke verschnürte Hundekadaver entdeckt.

Die Tiere waren zwar nicht abgemagert, aber aufgrund der Vernachlässigung und nicht artgerechten Haltung aggressiv und verwahrlost. Der Amtstierarzt veranlasste eine sofortige Abnahme der Tiere, die in Tierschutzhäusern untergebracht wurden. Ursprünglich hatte der Besitzer die Tiere angeblich von einem Tierschutzverein erhalten, die es laut orf.at verfehlt hatten, die tatsächlichen Haltungsbedingungen zu kontrollieren. Momentan konnte die Polizei Weiz den 40-Jährigen nur per Telefon erreichen, nähere Befragungen sollen bald Klarheit schaffen. Es liegt eine Anzeige für Verdacht auf Tierquälerei vor.