Gedanken eines Hundes zum Welttierschutztag

Heute ist der „Internationale Welttierschutztag“.  Der 4. Oktober ist der Namenstag des heiligen Franz von Assisi, dem Begründer des Franziskaner-Ordens und Schutzpatron der Tiere. Beim internationalen Tierschutzkongress von Florenz wurde dieses Datum im Jahr 1931 zum Welttierschutztag erklärt.
Doch was bedeutet der Welttierschutztag heute und wie kann jeder einzelne seinen Beitrag zum Thema Tierschutz leisten? Unsere Hundezeitungs-Kolumnistin Diegi, die selbst als Welpe in Serbien gerettet wurde und mittlerweile glücklich in Österreich lebt, teilt im hündischen Interview ihre Gedanken mit uns:
Diegi, was wünscht du dir für dich und deine vierbeinigen Freunde zum Welttierschutztag?
Ich würde mir wünschen, dass alle Tiere so viel Glück haben wie ich und in einem tollen Zuhause leben können, wo es immer warm ist und man nie Hunger oder Angst haben muss. Da wo ich herkomme müssen ganz viele Hunde und Katzen auf der Straße leben und auch hier in Österreich gibt es viele Tiere, die kein eigenes Zuhause haben. Sie leben mit ganz vielen anderen Tieren zusammen in großem  Häusern, die „Tierheim“ heißen. Aber ich glaube, das ist kein richtiges Zuhause. Es ist ein bisschen so wie ein Gefängnis für Tiere, dabei hat doch keiner von denen etwas Böses gemacht. Das finde ich traurig.
Diegi: Welttierschutztag
Gibt es sonst noch etwas, das dir wichtig ist?
Ja, ich finde es wichtig, dass Hunde und Menschen gute Freunde sind. Mein Frauchen hat oft Angst wenn ich beim Spazieren gehen etwas Leckeres zu Fressen finde. Sie sagt, es gibt immer mehr böse Menschen, die uns Hunde vergiften wollen. Das verstehe ich nicht. Und es gibt viele Leute, die haben vor großen Hunden Angst, weil sie glauben, dass bestimmte Rassen böse sind. Ha, die haben ja keine Ahnung!  Gerade diese großen Hunde kann man als kleine Hundedame so richtig schön um den Finger wickeln. Ihr kennt das ja – harte Schale, weicher Kern, das ist auch bei uns Hunden so.
Naja, mein Frauchen sagt immer, man muss auch als Hundehalter etwas dafür tun, dass die anderen einen mögen. In der Stadt ist es wichtig, dass wir nicht zu jedem hinlaufen und unser Gackerl nicht überall herumliegt. Darauf müssen unsere Menschen achten, dann haben uns die anderen auch lieber glaube ich. Ein bisschen Verständnis erwarten wir uns aber auch. Wer uns Hunde untereinander kommunizieren sieht, weiß, dass wir sehr höflich sind. Menschen sind manchmal sehr grob und unbedacht. Dabei ist doch alles ganz einfach, wenn jeder ein bisschen auf den anderen schaut. Ihr habt so ein komisches Wort dafür, es nennt sich glaube ich Tolneranz oder Toleranz oder so..
Danke, Diegi, da hast du uns viele tolle Anregungen gegeben, über die wir nachdenken können. Wir wünschen dir noch einen schönen Tag.
Bitte gern, ich belle euch gerne mal wieder was, wenn ihr mich braucht.  Ich wünsche allen meinen Hunde- und Menschenfreunden noch einen schönen Welttierschutz-Tag. Und auch allen Katzen, Hasen, Meerschweinchen, Pferden, Kühen, Schweinen und den Tieren an die sonst keiner denkt – Nutztiere nennt ihr die, glaube ich. Aber sind wir nicht alle Nutztiere? Das Wort kommt doch von nützlich und nützlich sind wir alle, weil wir euch unser Herz schenken, euer Leben bereichern und euch glücklich machen – stimmt doch, oder nicht?!