Faschingsflop: Hund rosa gefärbt – nun droht Geldstrafe

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Malteser Chanel wird ihre weiße Fellfarbe leider nicht so schnell wiederbekommen. / Fotos: Instagram.

Es sollte nur ein harmloser Faschingsspaß werden – und könnte einer Wiener Hundebesitzerin nun trotzdem eine ordentliche Geldstrafe einbringen. Ohne ihr Wissen hatte sie gegen das Tierschutzgesetz verstoßen, als sie das Fell ihres Maltesers rosa einfärbte.

Wie RTL berichtete, hatte sich die 31-jährige Österreicherin nichts Böses dabei gedacht, als sie auf die Idee kam, ihren Hund rosa zu färben. Um auch ihren Vierbeiner in Faschingsstimmung zu versetzen, entschied sie sich für eine knallpinke Farbe. Im Onlineshop fand die Hobby-Hundefrisörin schnell ein dementsprechendes Haarfärbemittel, das laut dem Anbieter auch für Hunde geeignet sei. „Zuerst habe ich vorsichtig den Schwanz rosa gefärbt, und als das richtig klappte, folgte das ganze Tier“, erzählte sie RTL. Als ihre Malteser-Hündin „Chanel“ ganz pink eingefärbt war, postete sie ein Foto mit ihr auf dem Arm – im Partner-Look im pinken Poloshirt. Allerdings fielen die Reaktionen der anderen User nicht wie erhofft aus. Es hagelte Wut und Kritik an dem Farbwechsel, sogar eine Tierärztin schaltete sich ein. Denn viele kommerzielle Haarfärbemittel enthalten Stoffe, die Hundehaut reizen und im schlimmsten Fall sogar Verletzungen hervorrufen können. Außerdem verstößt es gegen das Tierschutzgesetz, das Hundefell einzufärben. Aus diesem Grund könnte nun eine hohe Geldstrafe anfallen, auch wenn „Chanel“ laut Tierarzt keine gesundheitlichen Schäden von dem Färbemittel davongetragen hat.

Warum sind „bunte Hunde“ nicht erlaubt?

„Es tut mir so leid. Ich wusste nicht, dass es untersagt ist. Ich liebe rosa und dachte, es sei eine lustige Faschingsidee“, entschuldigte sich die Hundehalterin später. Tatsächlich ist im österreichischen Tierschutzgesetz seit einer Novelle aus dem Jahr 2017 festgelegt, dass das Tätowieren und Färben von Haut, Federkleid oder Fell von Tieren aus ästhetischen oder kommerziellen Gründen verboten ist. Erstens könnten Stoffe im Färbemittel der Gesundheit des Tieres schaden. Zweitens sorgt die ungewöhnliche Fellfarbe gerade bei Hunden für soziale Verhaltensstörungen und verhindert, dass der „bunte Hund“ normal mit seinen Artgenossen interagieren kann. Diese meiden auffällig gefärbte Hunde oder werden von dem Geruch des Färbemittels irritiert, der den normalen Körpergeruch des Hundes maskiert. Für Hunde, die auch viel über Duftstoffe kommunizieren, ist dies sehr störend in ihrem Sozialverhalten. Auch die Österreicherin hat ihren Fehler schnell eingesehen. Für die nächste Zeit wird ihr Hund rosa bleiben – denn der Farbstoff hält sich sehr hartnäckig. Aber sie bemüht sich sehr, so bald wie möglich ihre normale, weiße Fellfarbe zurückzubekommen.