Gemischte Reaktionen nach „Einladung“ von Tierheim an Einbrecher

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Einbrüche in Tierheime kommen leider viel öfter vor, als sie sollten - nämlich gar nicht. / Symbolfoto: pixabay.

Leider machen Einbrecher selbst vor gemeinnützigen Organisationen wie Tierheimen nicht Halt mit ihren kriminellen Machenschaften. Immer wieder kommt es zu vereinzelten Fällen oder gar Einbruchsserien, denen Tierheime zum Opfer fallen. Das Tierheim Passau sprach nun auf Facebook eine „Einladung“ an potentielle Einbrecher aus – diese sorgte nun für gemischte Reaktionen im Netz.

Einbruch und Diebstahl sind an sich schon schrecklich genug, doch es braucht ein besonderes Ausmaß an moralischer Verwerflichkeit, um sich ausgrechnet an jenen Kassen zu vergreifen, die mit der Großzügigkeit und Tierliebe so vieler Menschen gefüllt werden konnten. Doch leider machen manche Einbrecher auch vor Tierheimen nicht Halt – und sorgen neben dem Verlust von dringend von Tieren in Not gebrauchten Spendengeldern auch für Sachbeschädigungen. Immer wieder kommen Einbrüche in Tierheime vor, manchmal sogar in Serie. Das Tierheim Passau veröffentlichte Anfang September auf ihrer Facebook-Seite eine Nachricht an jene Einbrecher, die es möglicherweise auf sie abgesehen haben, in Form einer Einladung:

 

⚠️Liebe Tierheim-Einbrecher⚠️
Wollt ihr bei eurem Streifzug durch deutsche Tierheime nicht endlich auch Passau beehren? Unsere drei auf dem Gelände freilaufenden Herdenschutzhunde erwarten euch in freudiger Erregung, sie brauchen dringend nächtliche Beschäftigung! Unseren XXL Bully’s Rosi & Rudi würde menschlicher Kontakt auch mal wieder gut tun…
Das Bargeld (wir geben uns seit Wochen Mühe, unsere paar lausigen Kröten extra für euch zu sparen) findet ihr übrigens im Büro, das gleichzeitig unser Hundewohnzimmer für schwer therapierbare Problemfälle ist.
Herzlich Willkommen 🌪🌪🌪“

Hinter dieser eindeutig sarkastisch gemeinten Einladung steckt eine klare Drohung: Ihr kommt besser nicht zu uns! In Kombination mit dem Bild eines Pitbulls hinter Gittern sorgte dieser Post im Netz jedoch für gemischte Gefühle.

Drohung mit „gefährlichen“ Hunden – ja oder nein?

Viele LeserInnen fühlten sich mit der Anspielung auf die Aggressivität von Pitbulls oder Herdenschutzhunden nicht besonders wohl – die noch immer als „Kampfhunde“ stigmatisierten Rassen, wie eben der auf dem Bild abgebildete Pitbull, haben sehr mit der öffentlichen Meinung zu kämpfen. „Die Warnung finde ich gut, nur hätte ein anderer Hund auf’s Bild gehört. Die Listenhunde haben es so schon schwer genug und das vermittelt nur, was so über sie verbreitet wird.“, kommentierte beispielsweise eine Userin. “ Also grade in Bezug auf „Kampfhunde“ – (Listenhunde) ist dieser Post sehr unpassend. Auch wenn es als Spaß gemeint sein soll“, lautete eine andere Stimme. Andere begrüßten die Drohung an die Einbrecher oder verstanden den Post als Witz: „Finde den Post super. Warum muss an immer so ernst sein. Da wurden die diebischen Vögel mal so richtig auf die Schippe genommen.“

Worauf sich jedoch alle Parteien einigen konnten, war, dass die eigentlichen Bösewichte immer noch die Einbrecher waren, die ausgerechnet von jenen Geschöpfen nehmen wollen, die unseren Schutz und unsere Unterstützung am meisten brauchen.