Sonntag, Oktober 2, 2022
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Eilenburg: Hund hinter Auto hergeschleift – 120 Meter Blutspur

Es war unfassbar, was Zeugen im sächsischen Eilenburg mitansehen mussten: Ein deutsches Paar hatte einen Hund an die Anhängerkupplung ihres Wagens gebunden und das arme Tier hinter dem Auto hergeschleift. Nun ermittelt die Polizei wegen Tierquälerei.

Laut einer Pressemeldung der Polizei Sachsen sprachen Mittwoch nachts mehrere Zeugen beim Polizeirevier Eilenburg vor. Sie hatten Schreckliches gesehen und schilderten den Beamten, dass in der Kranoldstraße ein Hund an einem Auto hinterhergeschleift wurde. Die aufgewühlten Augenzeugen führten die Beamten zum Tatort. Dort hatte sich ein vollkommen verängstigter Hund mit schwarz-weißem Fell und blutigen Pfoten unter einen Mercedes-Benz Vito verkrochen. Er war mit einer Hundeleine an die Anhängerkupplung des Wagen gebunden. Eine 120 Meter lange Blutspur und die Verletzungen an den Pfoten gaben nur zu gut Auskunft darüber, welch sinnloses Leid dieser Hund erfahren hatte. Den Hundebesitzer, einen 34-jähriger Deutschen, trafen die Beamten noch in der Nähe des Wagens an. Wenig später kam auch die Besitzerin des Fahrzeugs, eine 31-jährige Deutsche, hinzu. Die Beamten beschlagnahmten den verletzten Hund und übergaben ihn zur weiteren Versorgung an ein lokales Tierheim. Gegen die beiden mutmaßlichen Täter wird nun wegen Verletzung des Tierschutzgesetzes ermittelt.

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