Drama in Kaserne: Soldat von zwei Militärhunden totgebissen

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(Symbolfoto) In Wiener Neustadt wurde ein Soldat von zwei Belgischen Schäferhunden getötet. Die Ermittlungen laufen. / Foto: Pexels

In der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag wurde ein 31-jähriger Militärhundeführer in der Flugfeld-Kaserne des Jagdkommandos in Wiener Neustadt von zwei Belgischen Schäferhunden tödlich verletzt.

Der 31-jährige Oberwachtmeister war für die abendliche Betreuung und Fütterung der Hunde zuständig. Gefunden wurde er laut offiziellen Angaben gegen 2:00 Uhr nachts von einem Kollegen, während dieser die Zwingeranlage kontrollierte und dabei die zwei freilaufenden Belgischen Schäferhunde entdeckte.

Polizeiliche Ermittlungen zu den Hintergründen laufen. Zudem hat das Bundesheer eine Unfallkommission eingerichtet, die aus einem Veterinärmediziner, einem Arzt und einem Rechtskundigen besteht. Angehörige und Kameraden des Getöteten, der seit 2017 als Hundeführer tätig war, werden vom Heerespsychologischen Dienst betreut.

Auf der offiziellen Seite des Österreichischen Bundesheeres, das dem Bundesministerium für Landesverteidigung untersteht, heißt es: “Das Österreichische Bundesheer bekundet den Angehörigen seine tiefe Anteilnahme. Der Heerespsychologische Dienst hat die Betreuung der Angehörigen und Kameraden des verunfallten Soldaten übernommen.”

Aktuell sind in Österreich 170 Militärhunde im Einsatz bzw. Ausbildung – 70 davon im Militärhundezentrum in Kaisersteinbruch (Niederösterreich). Bei den verwendeten Hunden handelt es sich um 41 Rottweiler, 15 Belgische und fünf Deutsche Schäferhunde sowie neun Labradore.

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