Dogo Argentino (Hunderasse) – imposanter Südamerikaner

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Der Dogo Argentino steht wegen seiner Geschichte und Körperkraft an manchen Bundesländern auf der "Rasseliste". / Foto: Pixabay

Der Dogo Argentino gehört zu den bekanntesten Hunderassen aus Südamerika.

Einerseits gilt der Dogo Argentino als besonders sportlich, andererseits handelt es sich um eine sehr kraftvolle Rasse. Die weiße Farbe ist das typische Markenzeichen.

Dogo Argentino (Hunderasse) – Klassifizierung FCI

FCI-Gruppe 2: Schnauzer und Pinscher, Molosser und Schweizer Sennenhunde
Sektion 2.1 : Molosser, doggenartige Hunde
Ursprungsland: Argentinien

FCI-Standardnummer: 292
Widerristhöhe: zwischen 60 und 68 cm
Gewicht: zwischen 40 und 50 kg
Verwendung: Jagdhund für Groβwild

Geschichte und Herkunft

Im Mittelalter dienten Molosser als Jagdhunde auf sehr wehrhaftes Wild. Ihre Aufgabe war es zu hetzen und zu packen. Hauptsächlich wurden Wildschweine gejagt, die von den Hunden festzuhalten werden sollten, bis der Jäger herbeigeeilt kam. Zu diesem Zweck waren kräftige Doggen, die aus Europa (meist Spanien) importiert wurden, in Argentinien im 19. Jahrhundert sehr beliebt.

Ursprünglich entstand die Rasse Alanos De Cordoba. Diese war sehr kräftig und konnte gut zupacken, weshalb sie leider auch zu Hundekämpfen missbraucht und zum Einfangen von entlaufenen Sklaven eingesetzt wurde.

Zudem wurden Vorfahren des Dogo Argentino sogar bei der Jagd von Pumas und Panther verwendet. Die „moderne“ Jagdhundezucht begann im Jahr 1873 durch Antonio Nores Martinez, der diverse Kreuzungen vornahm. Der Bullterrier war dabei eine sehr wichtige Säule, von dem der Dogo Argentino auch seine weiße Farbe erhielt. Das Gen, das für das weiße Fell verantwortlich ist, kann bei der Hunderasse für Taubheit sorgen. Die Farbe war für Jäger allerdings ein riesiger Vorteil, um den Hund im Dickicht von der Beute zu unterscheiden.

Offiziell anerkannt wurde der Dogo Argentino erst im Jahr 1964. Dabei handelt es sich um die einzig anerkannte Hunderasse aus Argentinien. In Deutschland landeten die ersten Hunde im Jahr 1968. Es gibt sehr strenge Restriktionen durch sogenannte Rasselisten.

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Wesen und Charakter

Die Hunderasse gilt Menschen gegenüber als freundlich, besitzt aber über große körperliche Kraft. Sie möchte gefordert werden, ihre Leistungsfähigkeit beweisen und zeigen. Grundsätzlich ist der Dogo Argentino kinderlieb, dem Menschen zugewandt und sehr gutmütig. Nicht immer ist eine Verträglichkeit mit anderen Hunden gegeben. Dominantes Verhalten kann ohne die entsprechende Erziehung gegenüber kleineren Hunden Probleme bereiten.

Der Dogo Argentino liebt es seine Kraft zu beweisen, ist aber sehr offen und fröhlich. Als Beschützer und Wächter ist er unbestechlich. Der Dogo Argentino gehört in Teilen von Österreich, Deutschland und der Schweiz zu den sogenannten Listenhunden. Trotzdem tritt die Rasse bei verantwortungsvoller Erziehung und Führung nicht grundlos aggressiv auf und bellt sehr selten.

Jeder Hundehaushalt kennt das Problem: Kurz vorm Verlassen der eigenen vier Wände ist man völlig haarlos, doch schon nach 2-3 Schritten findet man das erste Hundehaar – oder, wie Hundeliebhaber sienennen: Hundeglitzer!

Erscheinungsbild

Der Dogo Argentino ist sehr muskulös und athletisch. Während die Nase schwarz ist, ist das Fell markant in Weiß gehalten. Trotzdem handelt es sich um keinen Albino. Ein defektes Gen, das aus der Einkreuzung des Bullterriers stammt, sorgt für die weiße Farbe der Hunderasse. Laut Rassestandard darf der typisch dunkle Farbfleck rund um die Augen nicht mehr als 10 % der gesamten Kopffläche einnehmen.

In der Regel sind Vertreter dieser Rasse zwischen 60 und 68 cm groß und können zwischen 40 und 50 kg wiegen. Der Kopf ist schwer und kräftig gewachsen, der Fang hat die Form eines Säbels.

Die äußerlichen Rahmenbedingungen betreffend ist der Dogo Argentino relativ anspruchslos in der Haltung. Dennoch sollten sich die Halter der Kraft dieser Rasse bewusst sein. Der Jagdhund ist bewegungsfreudig und athletisch.

Sein Geruchssinn ist sehr fein ausgeprägt und findet als Fährtenhund ein artgerechtes Einsatzgebiet. Nasenarbeit und Suchspiele stehen dabei im Vordergrund. Auch der Hundesport kann mit dieser Hunderasse hervorragend wahrgenommen werden. Sofern der Dogo Argentino sportlich ausgelastet, gut erzogen und sozialisiert ist, eignet sich dieser unter entsprechender Aufsicht auch als Familienhund. Die Lebenserwartung beträgt zwischen zehn und 14 Jahre.

In anderen Ländern ist sind kupierte (spitz zugeschnittene) Ohren beim Dogo Argentino die Regel. In Österreich und Deutschland ist das Kupieren aus tierschutzrechtlichen Gründen verboten.

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Dogo Argentino (spanisch) lässt sich zu "Argentinische Dogge" übersetzen. / Foto: Pixabay

Wusstest du, dass der Dogo Argentino ...

… wegen seiner Sportlichkeit sowie seines kräftigen Kiefers ursprünglich für die Jagd auf große Wildtiere eingesetzt wurde?

Bewegung

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Fellpflege

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Familienfreundlichkeit

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Anfängertauglich

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Dogo Argentino Welpen (Video)

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