Corona: Österreichische Tierärztekammer appelliert an Regierung

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Die Österreichische Tierärztekammer fordert dringend notwenidge Schutzmaßnahmen zugunsten Ihrer Mitglieder. / Symbolfoto: pixabay.

In einer Presseaussendung wandte sich die Österreichische Tierärztekammer an die österreichische Regierung: Als systemrelevanter Teil der Lebensmittelkette fordern sie mehr Schutzmaßnahmen gegen Covid-19 für Tierärzte, die weiterhin viel Kontakt mit Betrieben und Klienten haben.

Heute morgen wandte sich die Österreichische Tierärztekammer an die Bundesregierung, dringend notwendigen Nachschub von Schutzausrüstung und Covid-19-Testungen zu liefern und die Tierärzte aus dem Covid-Härtefonds finanziell abzusichern – denn „angesichts der Lage könne man ohne Unterstützung der Politik die tierärztlichen Aufgaben nicht in vollem Umfang wahrnehmen.“ Auf ihrer Website plädiert Mag. Kurt Frühwirth, Präsident der Österreichischen Tierärztekammer:

„Lebensmittelliefernde Nutztiere müssen veterinärmedizinisch versorgt werden – diese Notwendigkeit ist politisch als auch gesellschaftlich unumstritten. Hier sind Tierärzte im Stall oder auch in der Schlachtier- und Fleischuntersuchung ein unverzichtbarer Teil der Lebensmittelkette. Tierärztinnen und Tierärzte sind daher systemrelevant, denn ohne ihren Einsatz bzw. ihre Verantwortung und Sicherheit stehen auch Schlachtbetriebe im schlimmsten Falle still.“

Hinzu käme auch der Aspekt der Tierseuchenbekämpfung, der angesichts der aktuellen Gefahr der Vogelgrippe (Aviäre Influenza), die unsere Geflügel- und Putenbestände beträchtlich gefährden könnten, ein ganz wichtiger ist. Auch die drohende Gefahr der Afrikanischen Schweinepest (ASF), die für unsere Schweinebetriebe verheerende Folgen hätte, sei nicht von der Hand zu weisen und befinde sich aktuell in Grenznähe zu Österreich. „Wir Tierärztinnen und Tierärzte tragen hier große Verantwortung und treffen hinsichtlich der Schutzmaßnahmen, die zwingend einzuhalten sind, die entsprechenden Vorkehrungen.“

„Wir Tierärztinnen und Tierärzte fordern von unserer Bundesregierung, uns aus dem Covid-Härtefonds finanziell abzusichern und des Weiteren für unsere Schutzausrüstung sowie entsprechende Corona-Testungen Sorge zu tragen. Wenn wir bei der Ausübung unseres Berufes, keine Vorsichtsmaßnahmen treffen können und entsprechend mit Schutzkleidung und -masken ausgestattet werden bzw. nicht wissen, ob wir infiziert sind, können wir nicht weiterarbeiten. Ohne Schutz und ohne Tests gefährden wir nicht nur die systemrelevanten lebensmittelliefernden Betriebe – wir gefährden generell auch unsere Mitmenschen und die Allgemeinheit.“

Auf ein raschen Handeln der Regierung zugunsten der Tierärztekammer bleibt zu hoffen. Auch Tierheime stellen sich momentan besonderen Herausforderungen – erfahren Sie hier, wie Sie trotz Coronakrise helfen können.

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