Chihuahua wurde von Zug erfasst

Der verängstigte Hund flüchtete ausgerechnet auf die Eisenbahngleise. Foto: © ÖAMTC
Der verängstigte Hund flüchtete ausgerechnet auf die Eisenbahngleise. Foto: © ÖAMTC
Der verängstigte Hund flüchtete ausgerechnet auf die Eisenbahngleise. Foto: © ÖAMTC
Der verängstigte Hund flüchtete ausgerechnet auf die Eisenbahngleise. Foto: © ÖAMTC

Ihr Auto kam ins Schleudern, nachdem eine junge Kärntnerin kurz nach ihrem Chihuahua auf dem Beifahrersitz gesehen hatte. Der Hund flüchtete auf die nahegelegenen Eisenbahnschienen – hatte aber Glück im Unglück.

Eine 25-jährige Kärntnerin aus St. Veit an der Glan war am Wochenende auf der S 37 unterwegs – auf dem Beifahrersitz mit dabei ihr Chihuahua. Nach einem nur kurzen Blick auf ihren Vierbeiner verlor sie plötzlich die Kontrolle über das Fahrzeug. Das Auto kam von der Fahrbahn ab und überschlug sich mehrmals. Ersthelfer konnten die junge Frau aus dem Fahrzeug befreien, die nach der Erstversorgung mit dem Rettungshubschrauber in das Klinikum Klagenfurt gebracht wurde.

Frei herum lief danach ihr kleiner Hund, der – beim Versuch, eingefangen zu werden –  plötzlich auf die Eisenbahnschienen lief. Der Chihuahua hatte Glück im Unglück: Er wurde vom Zug erfasst, kam jedoch mit Verletzungen an Bein und am Auge davon.

Wichtig: Sicherung im Auto

Einen noch schlimmeren Ausgang hätte der Unfall für Hund und Frauchen haben können, wäre der Vierbeiner nicht gut gesichert gewesen. „Ungesicherte Haustiere können bei einem Frontalunfall mit ca. 50 km/h Belastungen erzeugen, die dem 30-fachen ihres eigenen Körpergewichtes entsprechen“, sagt ÖAMTC-Techniker Steffan Kerbl.

Da kann selbst ein Chihuahua zur großen Gefahr für alle Insassen werden. Von der Verletzungsgefahr für den Vierbeiner ganz zu schweigen. Fährt Hund mit, sichert man ihn am besten mit stabilem Hundegeschirr mit breiten Gurten, Metallverschlüssen und zweifacher Anbindung, rät der ÖAMTC. „Zu beachten ist, dass der Gurt möglichst straff gezogen wird, denn das Tier kann damit nur so weit nach vorne geschleudert werden, wie es die Gurtlänge zulässt“, so Kerbl. Wobei eine Transportbox im Kofferraum oder – für kleine Hunde oder Katzen – im Fußraum hinter dem Fahrer- oder Beifahrersitz die sicherste Lösung sei.