„Cats“-Komponist Andrew Lloyd Webber kam auf den Hund

Ein Hund und eine Katze liegen schmusend im Gras.
Alles für die Katz? Nicht für Andrew Lloyd Webber - denn der ist auf den Hund gekommen. / Symbolfoto: pixabay.

Der wohl berühmteste Musical-Komponist Andrew Lloyd Webber soll durch die 2019 erschienene Kinoversion von „Cats“ so angeekelt sein, dass er sich einen Hund zulegte. In einem kürzlich gegebenen Interview witzelt er über den Kinoflop und seinen neuen besten Freund.

Es gibt kaum einen Musical-Fan, der nicht den Namen Andrew Lloyd Webber kennt. Mit zeitlosen Klassikern wie „Das Phantom der Oper“, „Jesus Christ Superstar“ und „Evita“ ist der Komponist der wahrscheinlich hellste Stern am Musical-Himmel. 2019 kam die Film-Adaption seines Kult-Hits „Cats“ weltweit in die Kinos. Leider kassierte er aufgrund der schlechten Animationen und der beinahe furchteinflößenden Katze-Mensch-Hybriden furchtbare Kritiken. Zudem wurde der Film mit dem berüchtigten Raspberry Award für den „Schlechtesten Film des Jahres“ ausgezeichnet. Auch der Komponist des Originals soll erschüttert gewesen sein, als er sich den Film ansah. In einem kürzlich gegebenen Interview mit dem Guardian witzelte er, dass er sich gleich nach dem Ende des Streifens einen Hund zugelegt habe. „Das einzige Gute, dass bei diesem Film herausgekommen ist, ist mein kleiner Havaneser-Welpe“, scherzte er gegenüber der Zeitung. Der kleine Havaneser ist nun das Ein und Alles von Andrew Lloyd Webber.

Emotionales Traumata?

Auch während der Covid-19-Pandemie war ihm der Hund ein wunderbarer Trostspender. Nun soll der Vierbeiner den Komponisten auch zukünftig überallhin begleiten. Besonders wenn es zur Arbeit wieder nach New York an den Broadway geht. Zu diesem Zweck hat Webber bereits bei Fluglinien angefragt, die den Transport von Hunden eigentlich meist verbieten. Nur in speziellen Fällen machen sie Ausnahmen, zum Beispiel für Assistenz- oder Therapiehunde. Aus Jux gab Andrew Lloyd Webber an, dass er den Havaneser als emotionale Stütze bei sich brauche. Als die Fluglinie daraufhin ein ärztliches Attest für ein psychologisches Traumata sehen wollte, schrieb der Komponist nur: „Seht euch nur an, was Hollywood aus meinem ‚Cats‘ gemacht hat!“ Daraufhin soll er eine Erlaubnis mit dem Kommentar bekommen haben: „Dafür braucht man kein ärztliches Attest.“ Zum Glück darf sein Hund nun also mitfliegen – und ihm auch in New York alle Katzen vom Leib halten, die Webber an den „Cats“-Flop erinnern könnten.