Braunau: 19-jähriger Tierquäler vor Gericht

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Der misshandelte Schäferhund wird nun bei der Pfotenhilfe betreut - doch das Trauma sitzt tief. / Symbolfoto: pixabay.

Ein 19-Jähriger aus Braunau muss sich nun vor Gericht dafür verantworten, seinen Schäferhund misshandelt und einen Kater gestohlen und zu Hause eingesperrt zu haben. Die Besitzer des Katers habe er mit dem Tod bedroht, als diese ihn auf den Verbleib von „Pauli“ angesprochen haben.

Tierquälerei hat trotz der oftmals erschreckenden Grausamkeit oder Vernachlässigung zu selten wirklich ernsthafte Konsequenzen für die TäterInnen. Für einen 19-Jährigen aus Braunau ist das Maß jedoch voll – nun muss er sich vor Gericht für seine Taten verantworten: Im Frühjahr dieses Jahres wurde ihm sein Schäferhund und seine Katze abgenommen, nachdem er den Hund schwerst misshandelt hatte. Wie die Kronen Zeitung berichtete, wurde der Hund mit Hämatomen am Kopf, Würgemalen und einer akuten Unterernährung in die Obhut der Pfotenhilfe Lochen gebracht. Wahrscheinlich wird das Tier lebenslang an physischen und besonders psychischen Traumata leiden müssen. Der Besitzer wollte die Verletzungen damit erklären, dass der Hund und die Katze miteinander gespielt hätten.

Entführung und Drohungen

Doch der Täter hatte seine Lektion noch nicht gelernt – nachdem ihm seine Tiere abgenommen worden waren, brachte er einen freilaufenden Kater mit nach Hause und sperrte ihn dort ein. Die ursprüngliche Besitzerin von Kater „Pauli“, eine 46-Jährige Innviertlerin, verdächtigte den jungen Mann und fragte ihn gemeinsam mit ihrem Freund und ein weiteres Mal mit ihrem Vater (73) nach dem Verbleib von „Pauli“. In beiden Fällen sprach der Braunauer Todesdrohungen gegen die Katzenbesitzer aus, dem Vater solle er sogar mit einem Küchenmesser gedroht haben, wie OE24 berichtete. Die Frau erstattete Ende Juli Anzeige gegen ihn, und bald darauf klickten die Handschellen. Nun wird der 19-Jährige wegen Tierquälerei, Unterschlagung, Nötigung und Drohung vor den Richter treten müssen. Kater „Pauli“ ist zum Glück wieder in sein richtiges Zuhause zurückgekehrt. Es gilt die Unschuldsvermutung.

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