Bayern: Zu wenig Rente für ausgemusterte Polizeihunde

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Die Rente für pensionierte Poliziehunde sei zu niedrig, um laufende Kosten bestreiten zu können. / Symbolfoto: unsplash.

Polizeihunde tun für den Großteil ihres Lebens einen wertvollen Dienst für das Allgemeinwohl der Gesellschaft, doch sobald diese in Pension geschickt werden, bleiben die Hundehalter in Bayern auf den laufenden Kosten sitzen. Die Sachlage soll nun vom Innenministerium neu überprüft werden.

Tiere im Dienste der Allgemeinheit wie Polizeihunde, Rettungshunde und Spürhunde erfüllen immens wichtige Aufgaben im Bereich des Sicherheitsdienstes, die von Menschen nicht ausgeführt werden können. Mit ihrer unglaublichen Nasenarbeit und ihrer hohen Athletik sind Hunde unersetzliche Mitglieder von Polizei und Militär. Einer rigorosen und fordernden Ausbildung folgen mehrere stressige und vor allem nicht ungefährliche Dienstjahre – daher hat sich jeder vierbeinige Cop seine Pension hart verdient. Üblicherweise verbringen die Tiere ihren Lebensabend im Haushalt ihrer HundeführerInnen, denn diese haben sie ihr Leben lang begleitet und zu ihnen oftmals eine tiefe Bindung aufgebaut. Wie Zeit Online berichtete, geriet nun der Freistaat Bayern aufgrund seiner suboptimalen Politik in Hinsicht auf ausgemusterte Polizeihunde in Kritik: Die HundeführerInnen würden nach der Pensionierung der Fellnasen auf den laufenden Kosten größtenteils sitzenbleiben. Es gebe zwar einen finanziellen Zuschuss von 75 Euro im Monat, aber Posten wie Tierarztrechnungen, Haftpflichtversicherung und sogar Hundesteuer müssen von den HalterInnen selbst übernommen werden – und gerade veterinärmedizinische Behandlungen können sehr schnell sehr teuer werden, wie jeder Hundebesitzer weiß.

Neue Kostenregulierungen?

FDP-Fraktionsvorsitzender Martin Hagen forderte nun eine Überarbeitung dieser Handhabung der Kosten: „Die Polizeihunde leisten über viele Jahre hinweg einen wertvollen Dienst für die Allgemeinheit. Ich finde: Wenn sie altersbedingt ausgemustert werden, sollte der Staat weiterhin ihre Tierarztkosten übernehmen. Das haben sich die Tiere verdient.“ Das Innenministerium hat bereits eine Untersuchung der „Modalitäten der Tierüberlassung, insbesondere hinsichtlich der anfallenden Kosten“ angekündigt. Momentan befinden sich ca. 400 Hunde im Dienst der Polizei, die u.a. als als Sprengstoffhunde, Leichenhunde, Alpinhunde oder Personensuchhunde ausgebildet und eingesetzt werden. Im Durchschnitt leisten die Polizeihunde acht Jahre ab, bevor sie in Pension geschickt werden. Die beliebtesten Diensthunderassen sind deutsche Schäferhunde, belgische Schäferhunde, holländische Schäferhunde und Rottweiler.

Doch nicht alle Hunde eignen sich für den Polizeidienst – lesen Sie hier über Rottweiler Balou, der einfach zu freundlich für eine Dienstmarke ist!