Ausgehungerter Bully Bowie aus Müll gerettet

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Im Jänner wurde Bowie in einer Gitterbox neben einer Mülltonne abgeladen und vergessen - heute ist er ein glücklicher, wohlgenährter Hund! / Fotos: The Dodo, Instagram (@bowieloud).

Als Bowie in einer Gitterbox neben einem Müllcontainer gefunden wurde, war er nichts weiter als Haut und Knochen. Dank einer Tierschutzorganisation ist er heute ein anderer Hund, der ein glückliches und zufriedenes Leben führt. Doch bis dahin war es ein langer Weg…

Wo Bowie davor gelebt und wer ihn in seine furchtbare Situation gebracht hatte, das weiß niemand. Als Tierschützer der US-amerikanischen „Wichita Animal Action League“ im Jänner diesen Jahres den American Bully vorfanden, war er bereits stark ausgemergelt und geschwächt. Jemand hatte den Hund ohne Futter oder Wasser in einer verschlossenen Gitterbox neben einem Müllcontainer in Wichita, Texas, abgeladen und ihn dort offensichtlich zum Sterben zurückgelassen – ein Plan, der um ein Haar gelungen wäre. Doch die WAAL handelte sofort, und der vollkommen erschöpfte Hund, den man Bowie taufte, wurde sofort in eine Tierklinik gebracht. Die Diagnose war niederschmetternd: Dehydrierung, Mangelernährung, Muskelschwund, Durchfall und Allergien – Bowies Chancen standen nicht gut. Doch man wollte um ihn kämpfen, jetzt mehr als je zuvor. Denn trotz der schlechten Behandlung in der Vergangenheit behielt Bowie sein treuherziges und menschenfreundliches Wesen bei. „Er hat sofort seinen Kopf in meinen Schoß fallen lassen und machte es sich dort gemütlich“, erzählte seine Retterin Sarah von der WAAL im The Dodo-Interview. „Und ich nahm mir fest vor, dass wir alles Menschenmögliche tun würden, um diesem Hund sein absolut bestes Leben zu geben, weil er es verdient.“

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Bowie war ein Federgewicht, als man ihn aufgriff, doch binnen weniger Monate hat er sich zu einem stattlichen Kerl gemausert. / Fotos: Instagram (@bowieloud).

Von einer halben Portion zu einem ganz glücklichen Hund

Nach einer Woche in der Tierklinik war Bowie so weit wiederhergestellt, dass er zu einer Pflegefamilie umziehen konnte. Das Ehepaar Connie und Matt nahm sich des jungen, noch immer spindeldünnen Hundes an, wo er statt Zwinger und Unterbringungsboxen plötzlich ein schönes Haus und einen großen Garten zur Verfügung hatte. „Als er zum ersten Mal einfach nur losrannt und realisierte, dass er tatsächlich rennen konnte, war es ein bisschen, als würde man einem Baby bei seinen ersten Schritten zusehen. Je mehr er läuft, desto mehr Freude hat er daran“, berichtete seine Pflegemutter. „Er ist wie ein Duracell-Hase!“ Weil er sein Essen zu sehr herunterschlang und daher oft an Magenverstimmungen litt, musste man ihm sein Futter entweder in kleinen Dosen oder über Futterspender und Rätselspielzeug geben. So konnte er komplikationsfrei zunehmen und ist nun ein stattlicher Rüde. Doch nicht nur äußerlich haben sich Veränderungen gezeigt: „Vorher ließ er immer den Kopf hängen, aber nun lebt er sein Leben erhobenen Hauptes.“ Auch sein Pflegevater meint: „Er kann wieder ein Hund sein. Und das ist alles, was er jemals wollte.“

Ihr könnt nicht genug von Bowie bekommen? Auf seinem Facebook– und Instagram-Account werden regelmäßige neue Fotos und Videos aus seinem neuen Leben gepostet!