Freitag, Februar 3, 2023
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Animal Hoarding in NÖ: 51 Hunde plötzlich obdachlos

Ein neuerlicher Fall von Animal Hoarding beschäftigt das Tierheim Bruck an der Leitha: In Niederösterreich sind nach dem plötzlichen Tod ihres Frauchens 51 Hunde obdachlos. Die Tiere dürften sich im vergangenen Jahr rapide auf dem Grundstück vermehrt haben.

Dass die ältere Dame auf einem abgelegenen Grundstück in Bruck an der Leitha Hunde gehalten haben soll, war den Behörden durchaus bekannt. Deswegen verständigte man nach dem plötzlichen Tod der Frau eine Amtstierärztin, sich um die verbliebenen Tiere zu kümmern. Im Zuhause der Frau angekommen, musste diese jedoch das Tierheim Bruck an der Leitha hinzuziehen. Denn statt ein paar Haustieren wimmelte es im Zuhause der Verstorbenen nur so von Vierbeinern. Ganze 51 Hunde waren mit dem Tod ihres Frauchens obdachlos geworden. Die Tiere wirkten größtenteils gut genährt, sauber und bei guter Gesundheit. Da die meisten der 51 Hunde erst wenige Monate alt waren, geht man davon aus, dass sie sich im letzten Jahr explosionsartig vermehrt haben. Damit könnte die Frau unfreiwillig ins Animal Hoarding gerutscht sein. “[Die Hunde] hatten selten Zugang zum Garten und waren daher auch nicht stubenrein. Man hat eine starke Geruchsentwicklung in dem Haus gemerkt. Es schaut so aus, als wäre die Dame einfach nicht mehr nachgekommen”, so Tierheim-Obfrau Anna Zwettler zum ORF.

Immenser Aufwand

Momentan versorgt man die 51 Hunde noch am Grundstück durch das Tierheim Bruck/Leitha – denn so viele Tiere kann man in den umliegenden Tierheimen nicht aufnehmen. Doch die Zeit drängt, denn im Februar soll das Grundstück geräumt werden. Bis dahin müssen die freiwilligen Helfer alle Tiere an ein neues Zuhause vermitteln oder in Tierheimen unterbringen. Ein unglaublicher Aufwand an Mühen – und leider auch an Kosten. Denn die meisten der 51 Hunde sind nicht geimpft, gechippt oder kastriert. Großzügige Tierfreunde können auf der Homepage des Tierheims für den guten Zweck spenden.

Um weiteren Fällen von Animal Hoarding vorzubeugen, tritt im Juni 2023 ein neues Gesetz in Niederösterreich in Kraft. Laut diesem darf man u.a. pro Haushalt nur mehr maximal fünf Hunde halten. Dennoch ist es wahrscheinlich, dass viele “Tiermessies” weiterhin durch das Raster fallen. Auch die ältere Dame hatten die Behörden regelmäßig kontrolliert, aber nie etwas Auffälliges bemerkt. “Dass das niemandem aufgefallen ist, liegt wahrscheinlich auch daran, dass das lauter kleine Hunde sind”, so Zwettler.

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