Abgestürzter Jagdhund vier Tage lang verschollen

Auf diesem Felsvorsprung musste Jagdhund Ares in eisiger Kälte ausharren. Foto: Bergrettung Villach
Auf diesem Felsvorsprung musste Jagdhund Ares in eisiger Kälte ausharren. Foto: Bergrettung Villach
Auf diesem Felsvorsprung musste Jagdhund Ares in eisiger Kälte ausharren. Foto: Bergrettung Villach

Er jagte einer Gams hinterher, geriet in felsiges Gelände – und stürzte ab. Die Suche nach Jagdhund Ares schien zunächst erfolglos, doch die Einsatzkräfte gaben nicht auf. Zum Glück. Nach vier Tagen konnte der Hund endlich geborgen werden.
Südlich von Maria Elend am Kapellenberg, Kärnten, war Jäger Thomas Lautmann mit seinem Hund Ares unterwegs gewesen, als dieser plötzlich eine Gams entdeckt und ihr hinterher läuft – eine Jagd, die dem Vierbeiner zum Verhängnis werden sollte. Denn er gelangte in steiles, felsiges Gelände, wo er vermutlich abstürzte.
Sein bei der Nachsuche ebenfalls abgestürztes Herrchen konnte noch selbst absteigen – von seinem treuen Gefährten aber fehlte jede Spur. Vergeblich war der Versuch, sein Fahrzeug im Gelände zurückzulassen in der Hoffnung, Ares würde am nächsten Tag dort warten. Die Bergrettung wurde alarmiert, wie „ORF Kärnten“ berichtet.
Weil er immer nur nachts bellte, gestaltete sich die Suche sehr schwierig. „Das Suchgebiet war riesengroß“, so Bergretter Daniel Keuschnig. Nur dem unermüdlichen Einsatz der Rettungskräfte verdankt der Hund sein Leben. Sie gaben nicht auf, nach dem vermissten Vierbeiner zu suchen. Und das vier Tage lang. Zum Glück für Ares. Denn der saß auf einem Felsvorsprung fest – ein Vor oder Zurück war nicht mehr möglich. Vor ihm war ein 60 Meter tiefer Abgrund.
„Ich habe mich zum Hund abseilen müssen“, so Keuschnig. Mit dem Hubschrauber konnte Ares, der wie durch ein Wunder „nach dem vierten Tag noch bei Kräften war“, schließlich geborgen werden.