12 Schlittenhunde unter mysteriösen Umständen verstorben

Ein Husky lieg mit dem Kopf im Schnee, eine Hand streichelt seine Stirn.
Wie genau die 12 Schlittenhunde zu Tode gekommen waren, soll nun die Polizei ermitteln. / Symbolfoto: pixabay.

In Baden-Württemberg verstarben vergangenes Monat 12 Schlittenhunde über Nacht, nachdem man sie ordnungsgemäß in Transportboxen untergebracht hatte. Am nächsten Morgen waren 12 der insgesamt 26 Tiere tot, die Ursache wirft Fragen über Fragen auf. Ein Schlittenhunderennen ist nun aus Sicherheitsgründen abgesagt.

Noch kann niemand genau sagen, was den 12 Schlittenhunden in Dobel in Baden-Württemberg zugestoßen ist. Eine 46-jährige Tierärztin und Hundezüchterin aus Nordrhein-Westfalen hatte vor wenigen Wochen 26 Schlittenhunde nach Dobel gebracht. Laut einer Stellungsnahme des Verbandes Deutscher Schlittenhunde Vereine waren die Hunde tagsüber in einem Freilaufgehege untergebracht, in der Nacht wurden sie (wie auf Reisen üblich) in den Transportboxen aufbewahrt. Am nächsten Morgen erfolgte dann der Schock: 12 der 26 Tiere lagen tot in ihren Boxen, zwei Hunde ging es gesundheitlich sehr schlecht. Sie wurden sofort in die nächste Tierklinik gebracht und dort notversorgt. Die Todesursache gab Rätsel auf: Die verstorbenen Hunde zogen sich durch alle Altersklassen, von zehn Monaten bis dreizehn Jahre. Teilweise lag ein toter Hund neben einem gesunden Hund in derselben Box. Man ging daher von einem gezielten Giftanschlag aus.

Polizei ermittelt

Während die verstorbenen Tiere ohne Obduktion zur Ruhe gebettet wurden, wurde das Blut der beiden Tiere untersucht, die den vermeintlichen Anschlag überlebt hatten. Der Behandlunsgbericht wurde von zwei Tierärzten des Verbandes und einer Tierschutzbeauftragten ausgewertet. Alle kamen zu der Schlussfolgerung, dass jemand die Tiere höchstwahrscheinlich vergiftet hat. Ein Sauerstoffmangel im Transportfahrzeug kann ausgeschlossen werden. Am Dienstag dieser Woche sorgte nun die Exhumierung der bereits begrabenen Hunde im Landkreis Calw für große Aufmerksamkeit. Da die Ermittlungen nun in die Hände der Polizei übegegangen sind, erhofft man sich von einer Obduktion der Hundeleichen neue Erkenntnisse. Wer nun, knapp einen Monat nach der Tat, Anzeige gegen wen erstattet hat, soll aus ermittlungstaktischen Gründen geheim bleiben. Ein für Dezember geplantes Schlittenhunderennen des Verbandes wurde nun abgesagt – denn „die Sicherheit der Hunde“ könne nicht gewährleistet werden.