Samstag, Oktober 1, 2022
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1.500 rumänischen Hunden droht Tötung

Die Lage für die Schützlinge eines Tierheimes im rumänischen Suceava scheint derzeit aussichtslos. Weil die Stadt den Vertrag mit dem Tierschutzverein nicht verlängern wird, müssen die Hunde raus. Tierärzte sollen bereits bestellt sein, um die Vierbeiner einzuschläfern.

Zum Verzweifeln scheint die Situation eines Tierheimes in der rumänischen Stadt Suceava. Der rumänische Tierrechtler Claudiu Dumitriu hatte den Inhalt eines Vertragsentwurfs mit dem Verein Pro Animal Tina mit der Stadtverwaltung von Suceava verhandelt. Vergangenen Donnerstag kam es zur Abstimmung. Und obwohl Ion Lungu, Bürgermeister von Suceava, immer wieder gefordert habe, dem Vertragsentwurf zuzustimmen, soll er nun nicht verlängert werden. Im Entwurf geht es um eine monatliche Förderung von mindestens 10.000 Euro, Vizebürgermeister Harshovschi wolle aber auf deutsches Spendengeld verzichten, wie Ralf Trautmann, Vorsitzender des Vereines Pro Animal Tina in einer Aussendung via Facebook mitteilte. Die Stadt habe selbst genug Geld, um seine Probleme zu lösen, so der Vizebürgermeister. „Nun angesichts der Untätigkeit der Stadt seit Jahren, abgesehen von dem Bau der neuen Zwingeranlage, der Straße, ein bisschen Baumaterial und Futter seit November 2014, ist das doch eine Unverschämtheit“, meint Trautmann. Die Abstimmung habe mit acht Stimmen dafür, drei dagegen und zehn Enthaltungen geendet. „Es scheint, als ob man den Verein entfernen und alles durch Firmen ersetzen will, wo gewisse stimmberechtigte Leute mitverdienen“.

Rumänischen Hunden droht Tötung
Foto: screenshot MonitorulTV

Politischer Machtkampf auf dem Rücken der Hunde

Jetzt sei auch bereits die Kontrolle über die eingefangenen Hunde durch Hundefänger übernommen worden. Tierrechtler Claudiu Dumitriu prüfe derzeit, „ob und wie man rechtlich vorgehen könne“. Gerüchten zufolge sei jedoch schon ein Vertrag mit einem Tierarzt in Vorbereitung oder schon unterschrieben, um die Hunde einschläfern zu lassen. Bürgermeister Lungu versuche zwar noch sein Möglichstes, um den Vertrag zu verlängern, die Befürchtung liege allerdings nahe, dass Lungu im nächsten Jahr nicht mehr wiedergewählt werde. Wodurch das Elend erneut weiterginge. „Wie es scheint, sind wir da auch noch in einen politischen Machtkampf hineingeraten. Schlimm ist, dass alles wieder auf dem Rücken der armen Tiere ausgetragen wird. Wie es scheint, kann im Moment niemand sagen, was wirklich kommt“, so Trautmann in der Aussendung.

Wappnen für Rettungsaktion

Bis auf weiteres soll derzeit der normale Tierheimbetrieb fortgesetzt werden. Investitionen in das Tierheim und Kastrationsprogramme für Besitzerhunde seien aber gestoppt. „Intern werden wir so viele Hunde wie möglich ausreisefertig machen, um kurzfristig eine Rettungsaktion für die Fellnasen zu machen, falls nötig“

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